Sachschäden : Brände in Wohnhäusern

Aus dem Dachgeschoss drang dichter Qualm. Fotos: oe
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Aus dem Dachgeschoss drang dichter Qualm. Fotos: oe

Zwei Feuer mit glimpflichem Ausgang: In Norddorf brannte Freitagabend der Dachstuhl eines Einfamilienhauses aus, in einem Personalwohnhaus der Utersumer Rehaklinik kam es Sonnabendabend zu einem Kellerbrand.

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26. Januar 2009, 11:43 Uhr

Norddorf / Utersum | Am frühen Freitagabend alarmierten die Rufmeldeempfänger die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Norddorf: Brand im Dachgeschoss eines Einfamilienhauses. Der Kreisleitstelle wurde bei einem zweiten Anruf gemeldet, dass die gehbehinderte Inhaberin sich noch im Gebäude befinden könne. Doch glücklicherweise wurde schnell deutlich, dass die Hausbewohnerin mit ihrem Rollstuhl das Gebäude rechtzeitig verlassen konnte und unverletzt blieb. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen die Flammen bereits aus dem Gaubenbereich heraus.
Gemeindewehrführer Andreas Knauer alarmierte daraufhin weitere Einsatzkräfte nach. Die Leitstelle löste Inselalarm aus. Der Notarzt und der Rettungswagen wurden ebenfalls zum Einsatzort beordert. Alle Einsatzkräfte hatten mit dem am Nachmittag begonnenen starken Schneefall ihre Mühe. Nur mit stark reduzierter Geschwindigkeit konnten sie zum Einsatzort vorrücken.
Atemschutzträger verletzte sich am Fuß

Die Löscher bemühten sich, den Brand im bewohnten Dachgeschoss des Einfamilienhauses zu bekämpfen. Ein Ausbreiten des Feuers auf andere Gebäudeteile konnte verhindert werden. Erneut bewies sich die gute Zusammenarbeit der Wehren. Die nachgerückten Atemschützer aus Süddorf-Steenodde und Wittdün lösten die Norddorfer Angrifftrupps ab. Dabei verletzte sich ein Atemschützer durch einen Fehltritt auf der engen Treppe am Fuß und wurde durch die Rettungsassistenten erstversorgt.

Auch bei diesem Feuer behinderte die mehrschichtige Ausbauweise eines Dachstuhles die Löscharbeiten. Erst nach dem Öffnen von Innenverkleidung und Teilen des Daches konnten die Brandnester sicher abgelöscht werden. Der Flur und ein Bad brannten komplett aus. Es entstand zudem Sachschaden durch Löschwasser. Ursache, so vermutet die Polizei, war vermutlich ein Defekt an einem älteren Wäschetrockner.

Einen Großeinsatz gab es am Sonnabend gegen 22.30 Uhr auch in Utersum. Dort brannte ein Keller eines Personalwohnhauses der Reha-Klinik aus. Die Bewohner von 18 Wohnungen mussten vorübergehend evakuiert werden, konnten aber nach einer Stunde in ihre Wohnungen zurückkehren. Neben der Utersumer waren auch die Wehren der Nachbargemeinden und aus Wyk sowie der Rettungsdienst im Einsatz. Das Feuer war nach Auskunft des früheren Utersumer Wehrführers Claus Brodersen von einem Hausbewohner entdeckt worden, der zum Rauchen auf den Balkon gegangen war. Er bemerkte, das Qualm aus dem Keller drang. Zur Ermittlung der Brandursache soll laut Brodersen heute die Kripo auf die Insel kommen.

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