zur Navigation springen

Föhr und Amrum : Blitze sorgen für teure Schäden

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Mobiliengilde musste letztes Jahr an ihre Versicherten 46 000 Euro auszahlen. Trotzdem blieb eine Dividende für die Mitglieder übrig.

36, 46, 25 – das sind die „Maße“ der Vereinigten Mobiliengilde für Föhr, Amrum und Langeneß im Jahr 2014. Das heißt, es gab insgesamt 36 Schäden, für die 46  000 Euro als Entschädigung aufgebracht wurden und die Mitglieder haben eine Rückerstattung von 25 Prozent auf ihrer Beiträge von 2014 erhalten. Diese Daten erläuterten der Vorsitzende Jan Erich Hinrichsen und Geschäftsführer Christian Christiansen auf der jährlichen Mitgliederversammlung in Dunsum. Danach steht die Mobiliengilde weiterhin auf gesunden Beinen und kann ihren 1411 Mitgliedern einen soliden Versicherungsschutz für ihren Hausrat bieten.

Im vergangenen Jahr wurden 57 Neuverträge abgeschlossen und in 1817 Verträgen sind Werte in Höhe von über 123 Millionen Euro versichert. Durch eine konservative Rückversicherungspolitik liegt die maximal mögliche Schadensbelastung für die Gilde weit unter den Rücklagen von zur Zeit über einer Million Euro – gesetzlich vorgeschrieben sind lediglich 300  000 Euro. Nach Abzug der Betriebs- und Rückversicherungskosten blieb ein Bilanzgewinn von 57  000 Euro, der nach dem Willen der Versammlung den freien Rücklagen zugeführt werden soll. Außerdem sollen wieder 25 Prozent der Beiträge rückerstattet werden, wenn nichts Gravierendes in diesem Jahr passiert.

Die meisten Schäden sind Induktionsschäden durch Überspannung, die teuersten aber die Feuerschäden, die zu begleichen sind. Schutzmaßnahmen gegen die Induktionsschäden blieben oft wirkungslos, so Christiansen auf Nachfrage, da die Spannungen bei Blitzeinschlag scheinbar zu hoch seien. Da die Blitze oft an denselben Stellen einschlügen, habe man schon einiges versucht, um Router, Telefonanlagen und SAT-Receiver zu schützen. Bisher ohne Erfolg.

Die Mitglieder entlasteten den Vorstand einstimmig und auch die anstehenden Wahlen waren schnell, einstimmig und ohne Gegenkandidaten erledigt. So bleibt Nahmen Hassold weiter im Vorstand, Bernhard Hinrichsen (Midlum) und Manfred Brett (Nieblum) bleiben Distriktvorsteher und Thosten Wollny von Amrum unterstützt im Beirat den Vorstand. Auch das Kassenprüferteam Arfst Braren und Riewert Hinrichsen bleibt im Amt.

Christiansen berichtete von deutlich größeren Schwestergilden auf dem Festland, die Existenzprobleme aufgrund eines starken Verdrängungswettbewerbes hätten. Davon sei man auf Föhr und Amrum weit entfernt, so der Geschäftsführer. Mit einem herzlichen Dank an alle, die für den reibungslosen Ablauf in der Gilde und die gute Zusammenarbeit mit der Gebäudeversicherungsgilde sorgten, schloss Jan Erich Hinrichsen die Versammlung.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen