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Insel-Bote

11. Dezember 2017 | 04:03 Uhr

Inselklinik : Blick hinter die Kulissen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Im Rahmen der Föhrer Kinder-Uni konnten kleine Menschen das Wyker Krankenhaus besichtigen. Sie bekamen dabei dicke Verbände verpasst.

So viele aufmerksame und begeisterte Zuhörer hatte Dr. Jörn Harder im Klinikum in Wyk wohl selten. Mehr als 30 Kinder, Jungen und Mädchen, wollten, im Rahmen der Kinder-Uni, über das Wyker Krankenhaus gründlich informiert werden. Bereits im dritten Jahr führte Harder die Kinder durch die verschiedenen Räume und erklärte seinen „Studenten“ ausführlich, wie und wo was behandelt wird.

Die Kinder konnten in den Röntgenraum, in die Ambulanz, und versehen mit einem Mundschutz, auch einen Blick in den Operationsaal werfen. Der Kreißsaal stieß ebenfalls auf großes Interesse, zumal Harder den Kindern erklärte, dass in diesem Jahr hier schon 35 Babys das Licht der Welt erblickt hätten.

Zusammen mit der Krankenschwester Petra Knocke legte Jörn Harder einzelnen Kindern einen provisorischen Verband an und fand sofort auch kleine Helfer, die sich untereinander mit Verbänden an der Hand und am Arm versahen. „Ich mache das jetzt schon 30 Jahre lang“, erklärte Harder. Für die sechsjährige Lynn aus Witten in Westfalen offenbar ein unvorstellbarer Zeitraum. „Nee, machst du nicht!“, wollte sie demChefarzt nicht glauben.

Harder berichtete von Kopfwunden und wie diese behandelt werden müssen. Daraufhin wusste die siebenjährige Anni von einem Schulfreund zu berichten, der eine schlimme Kopfwunde hatte. Ein kleines Mädchen, das alles sehr aufmerksam verfolgte, hatte verschiedene Fragen, traute sich aber nicht, diese laut zu äußern und flüsterte sie deshalb dem Arzt ins Ohr.

Nachder Besichtigung der Behandlungsräume stand ein Besuch auf der Station auf dem Programm. Hier konnten sich die Kinder davon überzeugen, dass jedes Krankenzimmer einen Fernseher hat. Die einstündige Führung war für die Kinder viel zu schnell vorbei, als sie, versehen mit vielen neuen Eindrücken, von ihren Eltern wieder in Empfang genommen wurden.

„Dadurch, dass die Kinder sich über dieses Krankenhaus gründlich informieren können, wird ihnen meist die Angst vor Untersuchungen oder Operationen genommen“, weiß Jörn Harder. Manche Kinder kämen später als Patienten wieder und sagten: „Ich war schon im letzten Jahr hier und kenne alles genau“.

Im Rahmen der Föhrer Kinder-Uni wird es in diesem Sommer noch eine weitere Krankenhausführung für Kinder ab sechs Jahren geben. Sie findet am Donnerstag, 28. August, von 13.30 bis 14.30 Uhr statt.


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