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Insel-Bote

18. Oktober 2017 | 08:00 Uhr

In Alkersum : Blick hinter die Kulissen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Ferring-Stiftung informierte beim Tag der offenen Tür über ihre umfangreiche Arbeit. Der Besucherandrang war nicht so groß wie in früheren Jahren.

Er sei selbst erstaunt gewesen, wie umfangreich die Arbeit der Ferring-Stiftung seit ihrer Gründung im Jahre 1988 durch Dr. Frederik Paulsen sen. inzwischen geworden sei, gestand „Hausherr“ Professor Volkert Faltings, der in einem Referat die Stiftung vorstellte. Bereits zum vierten Mal veranstalteten alle Mitarbeiter einen Tag der offenen Tür, der nicht nur wegen des leckeren Kuchenbüffets immer einen Besuch wert ist.

Die Ferring-Stiftung, eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit einem beratenden Kuratorium, finanziert sich nach wie vor allein durch private Mittel und unterstützt die Erforschung der Lebensbedingungen in der nordfriesischen Region sowie Archäologie und Geschichte und fördert die friesische Sprache und Kultur. Das „Herzstück“ aber, so Faltings, sei mit zirka 10  000 Bücherbänden die Bibliothek, die damit eine der größten in Schleswig- Holstein in nicht staatlicher Hand sei.

Ganz aktuell sei der Stiftung eine große Privatsammlung zum Thema Seefahrt geschenkt worden. Die Stiftung beherberge neben dem eigenen und dem Inselarchiv auch ein umfangreiches Fotoarchiv. Die Mitarbeiter Karin Lambertsen und Kai Faltings (Bild- und Fotoarchiv) sowie Uta Marienfeld und Reinhard Jannen (Lektorat, Layout, Bibliothek und Archive) seien dabei wichtige Hilfen und Ansprechpartner für Besucher. Fotos und Dokumente, die man der Stiftung bringe, könnten eingescannt werden, so dass die Besitzer Originale auch wieder mitnehmen könnten. Dankbar sei man für die vielen Fotos von Wilhelm Ellermann, der damit die Föhrer und Amrumer Fotosammlung vom Jahre 1850 bis heute auf rund 100  000 Exemplare erweitert habe. Für historisch Interessierte werde demnächst ein Kursus zum Lesen der gotischen Kurrentschrift angeboten, kündigte Faltings an, denn viele historische Dokumente seien in ebendieser Schrift verfasst.

Publikationen, Symposien, der monatliche Frühschoppen, Hörspiele, Sprachaufnahmen – neben dieser beachtlichen „Schaffenspalette“ beteilige sich die Ferring Stiftung auch an der Lehrerausbildung und habe den Arbeitskreis „Phrasologien“ ins Leben gerufen. Seit 2009 träfen sich regelmäßig 16 Frauen hier, um friesische Sprichwörter und Redewendungen zu erarbeiten. Sie nähmen mit ihrem Tun, ein Sprichwörter-Lexikon zu schaffen, auch eine Vorreiterrolle in Deutschland ein, so Faltings nicht ohne Stolz.

Am Tag der offenen Tür präsentierte sich auch der Friisk-Funk, vertreten durch das komplette Team, bestehend aus Maike Arfsten-Jürgensen, Kerrin Ketels, Femke Lorenzen und Heike Volkerts.

Die Besucherzahl der Veranstaltung, die eigentlich für den Sonntag angekündigt, dann aber wegen des Volkstrauertags auf Sonnabend vorverlegt worden war, lag unter der der Vorjahre, doch wer den Weg nach Alkersum gefunden hatte, kam voll auf seine Kosten. Die Zuhörer von Faltings Vortrag über die Geschichte der Föhrer Meiereien, den Karin Lambertsen sorgfältig in einer Powerpoint-Präsentation zusammengestellt hatte, waren begeistert. Gerade ältere Besucher schwelgten angesichts vieler Fotos in Erinnerungen und ließen ein wichtiges Kapitel Föhrer Geschichte in ihren Köpfen wieder auferstehen. Für die jüngeren Besucher hatte Uta Marienfeld ein Quiz erarbeitet und jung wie alt erfreute sich an den „Generationen übergreifenden“ Trachtentänzen unter der Leitung von Kirsten Cornils und Uta Marienfeld.

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