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hochkarätig : Bläser feiern runde Geburtstage

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Mit einem anspruchsvollen Konzertprogramm feierten Posaunenchor und Flötenkreis ihr Stiftungsfest. Auf stolze 60 Jahre schaut der Amrumer Posaunenchor zurück, der Flötenkreis konnte 40 gemeinsame Jahre feiern.

Mit einem anspruchsvollen Konzertprogramm feierten Posaunenchor und Flötenkreis ihr Stiftungsfest. Auf stolze 60 Jahre schaut der Amrumer Posaunenchor zurück, der Flötenkreis konnte 40 gemeinsame Jahre feiern. Ein großer Tag für die Musiker, die von Organistin und Kirchenmusikerin Anne-Sophie Bunk sowie dem Vorstand des Kirchengemeinderates, Hans-Peter Traulsen, begrüßt wurden.

Der Amrumer Jugend- und Posaunenchor, dessen Anfänge in den Händen von Pastor Erich Pörksen und Lehrer Karl-Heinz Scheppukat lagen, blickt auf eine lange Tradition zurück. 1954 begannen die Musiker zweimal in der Woche zu üben und 1959 spielten auch erstmalig Mädchen im Posaunenchor mit – zur damaligen Zeit ein großes Ereignis. Erfahrene Jugendliche übernahmen nach einigen Jahren die Leitung des Posaunenchores und sorgten für die musikalische Weiterbildung der neuen Mitglieder, denn Lehrer Scheppukat verließ die Insel.

Viele Auftritte waren ein fester Bestandteil des Chores, dessen Instrumente durch Spenden der Kirchengemeinde finanziert werden konnten. Auch die Tradition, am Sonntag nach dem Gottesdienst zu spielen, hat in der damaligen Zeit ihren Ursprung und wird bis heute aktiv ausgeübt. Doch ebenso waren kleine Konzerte zu Geburtstagen, Jubiläen, Konfirmationen und anderen Festivitäten üblich, so dass die Amrumer Bläser beihahe täglich zu hören waren. Ein Aufwand, der aus Zeitgründen heute nicht mehr möglich ist. Anne-Sophie Bunk aber möchte einige der alten Traditionen wieder mit Leben erfüllen und freut sich, wenn jemand den Posaunenchor für ein Geburtstagsständchen buchen möchte.

Kantor Wolfgang Heldmann leitete seit 1973 den Posaunenchor und gründete ein Jahr später die erste Kinderflötengruppe. Unvergessen ist nicht nur sein Engagement für die Kirchenmusik, sondern auch sein Einsatz für die Kinder- und Jugendmusik. Die jährlichen Posaunenchorfahrten waren legendär, und der Spaß, mit dem die jungen Musiker dabei waren, ansteckend.

Aus Altersgründen gab Wolfgang Heldmann die Arbeit schließlich in die Hände von Simon Langenbach, der die ersten erwachsenen Bläser ausbildete, und Freimut und Iris Stümke traten 2004 die Nachfolge von Simon Langenbach an. Acht Jahre begleitete das Ehepaar nicht nur die Kirchenmusik, sondern auch den Gesangverein Rüm Hart, den Gästechor und verschiedene Musicalaufführungen. „Es galt, eine große musikalische Lücke zu füllen“, hieß es, als sich die Familie Stümke verabschiedete. Doch Organistin Anne-Sophie Bunk wusste diese Lücke zu füllen und gestaltete ebenso anspruchsvoll wie umfangreich das Jubiläumskonzert des Stiftungsfestes.

Jungbläser, Erwachsene und Ehemalige waren gekommen, um an diesem Tag mitzuwirken. Der Flötenkreis, der in seinen Anfangsjahren ab 1974 lediglich ein- bis zweistimmig spielte, wurde durch Instrumentalisten jeder Altersgruppe bereichert und begeisterte vierstimmig. Mehr als eine Stunde lang wurde das Publikum musikalisch mit auf die Reise genommen – und bedankte sich dafür mit lang anhaltendem Applaus.

Wer ebenfalls ein Instrument lernen möchte: Ein Bläserkurs für Erwachsene hat gerade im St.-Clemens-Hüs begonnen. Und Sechs- bis Achtjährige, die beim Kinderflötenspielen mitmachen möchten, können sich ebenfalls bei Anne-Sophie Bunk melden.

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erstellt am 11.03.2014 | 10:30 Uhr

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