herbe enttäuschung : Bittere Niederlage für Alkersumer Bürgermeisterin

In Alkersum bleibt alles beim alten.
In Alkersum bleibt alles beim alten.

Eine unangenehme Überraschung erlebte Ina Ketels in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung. Die Umstellung der Fremdenverkehrsabgabe vom Realgrößen- auf den umsatzbezogenen Maßstab wurde abgeschmettert.

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24. November 2013, 19:26 Uhr

Eine unangenehme Überraschung bescherte die Mehrheit der Alkersumer Gemeindevertreter ihrer Bürgermeisterin Ina Ketels in der jüngsten Sitzung. Mit sechs Nein- und zwei Ja-Stimmen sowie einer Enthaltung wurde die Umstellung der Fremdenverkehrsabgabe vom Realgrößen- auf den umsatzbezogenen Maßstab abgeschmettert.

Eine Überraschung, da die Vorzeichen gut standen. Bereits im September hatte Heinrich Feddersen, Steuerfachmann des Amtes Föhr-Amrum, den Gemeindevertretern Rede und Antwort gestanden und die Vor- und Nachteile des mittlerweile zum Standard avancierten Berechnungssystems dargelegt. Zwar wurde eine Entscheidung seinerzeit vertagt, aber die frisch ins Amt gewählte Bürgermeisterin war guter Dinge, dass der Beschluss letztlich pro Umstellung ausfallen würde.

Entsprechend groß ist nun die Enttäuschung bei Ina Ketels, die die Absage „für eine absolute Fehlentscheidung“ hält, da die Einnahmen dringend gebraucht würden. Lange und hart habe man diskutiert, so die Bürgermeisterin, und offensichtlich habe man den vorgestellten Zahlen nicht geglaubt.

„Ich muss lernen, damit umzugehen“, setzt Ketels nun alle Hoffnungen in das Jahr 2015. 20 Jahre ist die jetzige Satzung dann in Kraft und spätestens dann muss eine Entscheidung fallen. „Es wäre fatal, würden sich die Gemeindevertreter noch einmal für den Realgrößenmaßstab entscheiden.“

Eine solche Entscheidung wäre zwar rechtlich möglich, so Feddersen, sei aber kaum zu erwarten. Auch der Steuerfachmann gehört zu den Leidtragenden der Ablehnung, denn „für Alkersum muss künftig eine Sonderregelung gefahren werden“.

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