Wyk : Bilder von Inseln und Meer

Die beiden Fotokünstler haben eine enge Verbindung zur Insel Föhr.
Die beiden Fotokünstler haben eine enge Verbindung zur Insel Föhr.

Petra Hoppe und Jörg Schmidt zeigten in der WDR-Galerie „Nordfriesische Impressionen“. Die beiden Hamburger veranstalten immer wieder Workshops auf Föhr.

shz.de von
31. Mai 2018, 15:00 Uhr

„Meine Leidenschaft für das Fotografieren begann, als mir ein Kunde an Stelle einer Bezahlung seine Kamera anbot“. Petra Hoppe war von Haus aus Inhaberin eines Steuerbüros, bevor sie diese für die meisten Menschen eher unerfreuliche Materie an den Nagel hängte, um sich den farbigeren Seiten des Lebens zuzuwenden. Auch Jörg Schmidt war der Umgang mit der Kamera nicht in die Wiege gelegt worden. Sein Metier waren zunächst Mathematik und EDV, die für die Fotografie etwas nach hinten rücken mussten.
Doch inzwischen sind die beiden nicht nur auf dem Gebiet der kreativen Fotografie aktiv, sondern bieten gemeinsam bei Workshops Interessierten die Gelegenheit, sich das Handwerkszeug des Fotografierens zu eigen zu machen und eine eigene Sichtweise zu entwickeln. Auch auf Föhr bieten sie diese Veranstaltungen seit einigen Jahren an. Gleichzeitig konnten die beiden Hamburger Künstler dieses Mal in der Galerie der Wyker Dampfschiffs-Reederei am Hafen ihre Arbeiten präsentieren.

Die Ausstellung, bei der nordfriesische Impressionen vorgestellt wurden, ging nun mit einer Finissage zu Ende, was jedoch keinen endgültigen Abschied von den beiden bedeutet. Petra Hoppe und Jörg Schmidt haben schon seit vielen Jahren eine Verbindung zur Insel, und sie werden auch wieder mit neuen Unterrichtsangeboten nach Föhr kommen. „Wir sind vor etwa fünf Jahren zufällig bei einem Workshop zusammengetroffen, und haben die Zusammenarbeit immer mehr zu würdigen gelernt“, so Hoppe und Schmidt, die sich übrigens beide die Fotografie selbst erarbeitet und dabei die verschiedensten Techniken entwickelt haben.

Petra Hoppes Herz schlägt nach eigenem Bekunden für die Landschaft, die sie unter den verschiedensten Blickwinkeln wiedergibt. Jörg Schmidt liegen die Nachtfotografie, die Langzeitbelichtung und auch mal das Fotografieren ohne Objektiv am Herzen, wobei keiner von beiden die Fotos am Computer nachbearbeitet. „An unseren Aufnahmen geschieht nicht mehr, als bei der analogen Fotografie in der Dunkelkammer geschehen ist“, berichtet Schmidt.

Welche Wirkung auf diese Weise erzielt werden kann, macht die Feststellung einer Besucherin der Finissage deutlich: „Viele Bilder sehen gar nicht wie Fotos, sondern eher wie Gemälde aus“. Eines können Petra Hoppe und Jörg Schmidt am Ende ihrer Wyker Ausstellung konstatieren: „Die Menschen gehen mit einem leichten Lächeln wieder hinaus.“

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