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Insel-Bote

13. Dezember 2017 | 18:47 Uhr

Hommage an Loriot : Berta, das Ei ist hart

vom

Eine Hommage an Loriot sorgte für beste Unterhaltung im Kurgartensaal.

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 06:52 Uhr

Wyk | Szenen einer Ehe im Kurgartensaal. Michael Steuer und Torsten Tews feierten Premiere mit einer Hommage an Loriot und einen vollen Erfolg.

Das Publikum im voll besetzten Zuschauerraum amüsierte sich köstlich über die alltäglichen Missverständnisse und menschlichen Schwächen, die niemand so auf den Punkt bringen konnte wie Loriot, der Altmeister des deutschen Humors.

Ob ein Ei nur zufällig viereinhalb Minuten lang kocht oder der Ehemann sitzt, weil es ihm Spaß macht: Die Erkenntnis war einmal mehr, dass Männer und Frauen nicht zueinander passen. Die Protagonisten an diesem Abend dagegen schon. Steuer und Tews hatten sichtlich ihren Spaß und die Föhrer Mezzosopranistin Ines Eberlein, die Sopranistin Jasmin Zschiesche sowie der Bariton Thorsten Schuck, die vor ihrer eigentlichen - musikalischen - Aufgabe vor der Pause als Sketch-Partner fungierten, bewiesen Talent fürs Komische.

Klar, dass die Kultfiguren Müller-Lüdenscheidt und Doktor Klöbner samt Ente und Badewanne nicht fehlen durften. Einmal mehr stellte Torsten Tews darüber hinaus seine erstaunlichen Fähigkeiten als Evelyn Hamann-Double unter Beweis. Unvergesslich, wie die kongeniale Partnerin Loriots als Fernsehansagerin einen Rückblick auf die ersten Folgen des Krimis "Die Cousinen" gab. Auch Tews entführte das Publikum auf den Landsitz North Cothelstone Hall von Lord und Lady Hesketh-Fortescue und erwies sich dabei als überaus "Ti-eitsch"-sicher.

Nach der Pause kamen die Freunde der Oper und des Opernführers Vicco von Bülows auf ihre Kosten. Vor der musikalischen Kost allerdings standen noch einmal die menschlichen Schwächen an der Opernkasse im Mittelpunkt. Dann aber wurde es klassisch: Ob "Carmen", "Così fan tutte", "Rusalka" oder "Titus", begleitet von der hervorragenden Pianistin Mari Adachi trugen Ines Eberlein, Jasmin Zsiesche und Thorsten Schuck eindrucksvoll und mitreißend die Werke der Meister vor. Vorangestellt jeweils die kurzgefassten, legendären Inhaltsangaben Loriots.

"Es wird auch im kommenden Jahr Loriot-Vorstellungen geben", zeigte sich Michael Steuer am Ende überglücklich. Über einen tollen Abend, der mit tosendem Applaus gebührend belohnt wurde.

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