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Frühe Hilfen : Beratungsgespräche auch zu Hause

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Die Bundesinitiative Frühe Hilfen bietet Familien auf Föhr und Amrum Unterstützung - von der Schwangerschaft bis zur Einschulung des Kindes.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 08:52 Uhr

föhr/amrum | "Frühe Hilfen zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft nachhaltig zu verbessern", so der wissenschaftliche Beirat des Nationalen Zentrums der Bundesinitiative Frühe Hilfen, die nun auch auf Föhr und Amrum in Anspruch genommen werden können.

Mit der diplomierten Sozialpädagogin/-arbeiterin Birte Rochhausen steht jungen Familien jetzt eine Ansprechpartnerin von der Schwangerschaft bis zur Einschulung des Kindes in Alltagsfragen, zur gesundheitlichen oder sozialen Entwicklung oder bei Fragen zu Antragstellungen zur Seite. Dabei versteht sich Rochhausen als Erstberaterin, die eine Vernetzung von Hebammen, Ärzten und Frühförderungsangeboten anstrebt, um dann gezielt und unbürokratisch entweder selbst Hilfestellung geben zu können oder eine solche zu vermitteln.

Dabei muss keineswegs ein großes familiäres Problem vorliegen, auch "alltägliche Sorgen und Nöte", die, so Rochhausen, wohl jede junge Mutter oder Familie erleben würden, finden bei ihr ein offenes Ohr.

Die Frühen Hilfen sind unter der gemeinsamen Trägerschaft des Diakonischen Werkes Südtondern, des Ortsvereines der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Föhr, des Kreises Nordfriesland und dem Verein "Die Brücke" angesiedelt, deren Vertreter Angela Freytag (Diakonisches Werk), Eva-Maria Findeisen (Die Brücke) und Hannelore Roth (AWO) auf der Vorstellungsversammlung der neuen Beratungsstelle einstimmig überzeugt waren, dass das Angebot auch auf den Inseln sehr gut angenommen werden würde. "Wir hätten diese Stelle sonst nicht eingerichtet", so Freytag, und Findeisen erinnerte daran, dass es seit 2008 bereits ein Elterntelefon gegeben habe und sich die unterschiedlichen Beratungsstellen den Telefondienst geteilt hätten.

Mit Birte Rochhausen bekommen die Frühen Hilfen nun ein neues Gesicht, das sich, so hat es sich die Sozialpädagogin vorgenommen, möglichst oft überall dort zeigen will, wo Eltern mit kleinen Kindern zusammenkommen. Da Rochhausen selbst Mutter von zwei Kindern im Alter bis sechs Jahren ist, weiß sie allzu gut, wie groß die Angebote auf den Inseln sind, die sie für sich bereits geordnet und sortiert hat, um jungen Familien entsprechende Vorschläge machen zu können.

In diversen Institutionen, etwa in Arztpraxen, bei Hebammen und in Kindergärten, liegen bereits Informationsblätter über das Angebot der neuen Beratungsstelle aus; mit der Organisation eines Erste-Hilfe- und Geschwisterkurses ("Wie bereite ich mein Kind auf die Ankunft eines Geschwisterchens vor?") oder der Aufstellung einer Babysitterliste hat sich Rochhausen schon einiges für die nahe Zukunft vorgenommen. Für einen weiteren Erste-Hilfe-Kurs am Kleinkind können Interessierte sich noch melden, auf Amrum ist ebenfalls einer geplant.

Unter der bereits bekannten Elterntelefonnummer 0800/2593800 oder der Mobilfunknummer 0151/46658933 ist Birte Rochhausen montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr telefonisch erreichbar, persönlich anzutreffen ist sie donnerstags von 11 bis 12 Uhr im Wyker Gemeindehaus in der St. Nicolaistraße und mittwochs von 9 bis 10 Uhr im Süderender Pastorat. Die Räumlichkeiten für einen Sprechtag auf Amrum, der im Abstand von zwei bis drei Wochen abgehalten wird, werden noch bekannt gegeben.

Auf Wunsch und nach telefonischer Voranmeldung werden Beratungsgespräche auch zu Hause geführt, alle Angebote sind kostenlos und selbstverständlich vertraulich.

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