Ringreiten : Beim neunten Mal hat es geklappt

Majestätisch: Ross und Reiter machten eine gute Figur.
Majestätisch: Ross und Reiter machten eine gute Figur.

Dierk Martensen ist neuer König des Westerlandföhrer Vereins. Dessen Vorstand freute sich über eine gute Beteiligung beim Wettkampf der Weißröcke.

shz.de von
16. Juli 2015, 19:15 Uhr

Der amtierende König Carl Nickelsen hatte 32 Jahre auf diesen Moment gewartet, solange ist er im Westerlandföhrer-Ringreiterverein. Er freute sich, vor dem diesjährigen Königsreiten 27 Vereinskameraden bei sich in Toftum zum Abholen des Königs begrüßen zu können.

Mit der Teilnehmerzahl war auch Hauptmann Erik Jensen mehr als zufrieden, konnten doch auch die Weißröcke, wie alle anderen Männer-Ringreitervereine der Insel, ihre Teilnehmerzahl stabilisieren. Der rückläufige Trend der vergangenen Jahre ist damit gestoppt.

Im gut gefüllten Festzelt wurde dann ausgiebig gefeiert und gesungen, und gegen Mittag wurde auf dem Turnierplatz der erste Ring eingehängt und somit das Turnier eröffnet.

Das Ausreiten des neuen Königs gestaltete sich ausgesprochen spannend, denn erst im vierten Umlauf gelang es Dierk Martensen, sich den erforderlichen dritten Königsring auf die Lanze zu holen. Diese Leistung wurde von allen Zuschauern mit großer Begeisterung bejubelt, denn Martensen stand schon acht Mal im Stechen um die Königswürde, und musste sich bisher stets geschlagen geben. Umso schöner für ihn, dass er jetzt ohne Stechen siegte.

Der neue König reitet seit 1993 bei den Weißröcken und gilt als einer der häufigsten Preisträger, nur die Königsschleife blieb ihm bislang verwehrt. Groß war deshalb auch die Freude bei Ehefrau Meike und den drei Kindern.

Auch das Ausreiten um den vierten Preis war sehr publikumswirksam, denn Jörg Roeloffs musste im Stechen mit Dieter Oelke kurzfristig das Pferd wechseln, da sein eigenes lahmte und die Heimreise antreten musste. Trotzdem entschied er das Stechen nach mehreren Umläufen für sich.

Platz ein ging an Hark Jensen, Platz zwei an Reiner Braren; der große „Abräumer“ des Tages aber war Brar Lorenzen, der den dritten Preis, die „Best-Man-Plakette“ und den K.o-Pokal mit nach Hause nahm.

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