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hotel in wyk : Beifall für das geplante Projekt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Kaum Kritik an dem Wellness-Resort in der Einwohnerversammlung. Investor und Fachleute informierten die Wyker Bürger.

von
erstellt am 27.Mär.2015 | 09:00 Uhr

„Ich war auf alles vorbereitet und überzeugt, dass wir ein gutes Projekt machen. Dieser Abend war das vorläufige Ergebnis davon.“ Eher zurückhaltend zog der Investor für das Wellness-Resort am Wyker Südstrand Bilanz über eine Einwohnerversammlung, in der wohl auch der eine oder andere Kritiker überzeugt werden konnte.

Zuvor hatte der Stadtplaner Uwe Rilke die planungsrechtlichen und städtebaulichen Fakten erläutert und der Architekt Bernhard Gössler einen umfassenden Überblick über die gesamte Anlage geliefert. Auf der ein Hotelkomplex, bestehend aus drei Gebäuden, drei Appartementhäuser und ein privates Ferienhaus entstehen sollen. Wohnungen für die Angestellten des Hotels werden an anderer Stelle entstehen. Die Planungen erfolgen, wenn die Zahl der benötigten Mitarbeiter feststeht.

Die Erschließung wird über die Gmelinstraße erfolgen und es ist vorgesehen, die gesamte Anlage mit einem Blockheizkraftwerk zu versorgen, das im Keller des Hotels untergebracht wird. Das Gelände wird der Öffentlichkeit ebenso zugänglich sein wie die Strandbar und der Wellnessbereich, der mit Fitness- und Aufenthaltsräumen, einer Sauna sowie einem Schwimmbad mit Innen- und Außenbecken ausgestattet werden soll. Die Präsentation kam an, die schließlich anhand eine Filmes mit einem virtuellen Rundgang durch den gesamten Komplex endete.

Auch auf die Frage nach dem zu erwartenden Verkehrsaufkommen war man vorbereitet. 250 Autofahrten würden pro Tag in der Gmelinstraße erwartet, erläuterte Folkard Hänisch, der in seinem Lärmgutachten nachgewiesen hatte, dass die geltenden Richtlinien eingehalten werden. Eine Lärmschutzwand werde zum Eulenkamp durchgängig aufgestellt, so Hänisch, an der Gmelinstraße an den Zufahrten zum Hotel und dem Parkplatz der Appartementhäuser.

Die Bürger beteiligten sich rege an der Diskussion und ihre Nachfragen etwa zum Thema Gehwegsbeleuchtung und die damit verbundene Energieverschwendung (die Lampen sind aus Gründen der Sicherheit notwendig), zu etwaigen Ruhestörungen durch Veranstaltungen im Außenbereich (wird es nach 22 Uhr laut Durchführungsvertrag nicht geben) und möglichen Straßenschäden durch die Baufahrzeuge („Die werden von uns beseitigt.“) wurden geduldig und offensichtlich zufriedenstellend beantwortet, denn einige Male applaudierte das Publikum.

Auch seinen Zeitplan teilte Wolfgang Müller den Anwesenden mit, der die Anwohner auf ein schwieriges Jahr einstimmte. Derzeit verhandle man mit der Stadt den Durchführungsvertrag, Ausschreibungen müssten erfolgen und ein Betreiber gesucht werden. Die gesamte Planung, an der rund 45 Architekten und Ingenieure in Berlin und Hamburg beteiligt seien, müsse vorangetrieben werden, so Müller, der auf den ersten Spatenstich im Januar 2016 hofft.

Dann soll alles zeitgleich gebaut werden und die Anwohner müssen im ersten Jahr mit Schmutz und Lärm leben. „Ich werde alles unternehmen, dass das Umfeld möglichst geschützt wird“, betonte der Investor. So sollen lärmintensive Arbeiten nur nach Abstimmung mit der Stadt durchgeführt werden. Aber, so Wolfgang Müller: „Wir haben nach dem ersten Spatenstich zwei Jahre Bauzeit, und dann sind wir soweit, dass dort etwas Vernünftiges steht.“

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