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sorge um den zeitplan : Baustelle Öömrang Skuul droht weitere Verzögerung

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Vor drei Monaten wurden die Arbeiten nach langer Pause wieder aufgenommen. Nun könnte ein Wintereinbruch den Zeitplan erneut gehörig durcheinander bringen.

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Auf der Baustelle der Öömrang Skuul geht es voran, sind sich die aufmerksamen Beobachter auf Amrum sicher. Allerdings scheinen die Arbeiten noch nicht soweit vorangeschritten zu sein, dass der anstehende Winter den Baufortschritt nicht mehr nachhaltig beeinflussen könnte. „Wir hoffen, dass wir nicht erneut auf eine verwaiste Baustelle schauen müssen“, bekundet eine Mutter ihre Sorge über eine weitere Verzögerung an dem Neubau einer Sporthalle und eines Grundschultraktes an der Amrumer Schule.

Der Leiter des Bau- und Planungsamtes des Amtes Föhr-Amrum, Christian Stemmer, teilt diese Sorge. Denn entbrannt ist ein Wettlauf mit dem Wetter, das dem konkreten Fertigstellungstermin im kommenden Jahr entgegen stehen könnte.

Wie Stemmer mitteilte, ist es nun drei Monate her, dass die Bautätigkeit durch einen neuen Unternehmer wieder aufgenommen wurde. Ein Vierteljahr, von dem nahezu sechs Wochen ausschließlich für vorbereitende Maßnahmen aufgebracht wurden, die durch den mehrmonatigen Stillstand notwendig geworden waren. Nur so konnte eine einwandfreie Fortsetzung der Hauptarbeiten erreicht werden. „Unter anderem war es erforderlich, Teile der bestehenden Verblendsteinfassade innen und außen abzubrechen und neu aufzumauern“, beschreibt der Bauamtsleiter die verzwickte Situation.

Nach dem augenblicklichen Stand sind die Betonarbeiten im Wesentlichen abgeschlossen, stehen nur noch vereinzelte Betonier-Restarbeiten an. Fertig ist auch die Rampenanlage als rollstuhlgerechter Zugang und die Arbeiten an der nördlichen Verblendfassade der Sporthalle wurden ebenfalls abgeschlossen. Überdies ist der auf einer Nebenfläche gelagerte Bodenaushub bis auf einen geringen Rest, der für die Wiederherstellung der Grünfläche erforderlich wird, abgefahren und entsorgt worden.

Sämtliche Betonfertigteile sind eingekrant, sodass die notwendigen baulichen Voraussetzungen für die Ausführung der Zimmerarbeiten geschaffen wurden und mit dem Einlegen der Dachbinder begonnen werden kann. Gemäß Bauzeitenplan ist vorgesehen, den Rohbau der Sporthalle noch in diesem Jahr winterfest zu machen, indem die Dachbinder eingebaut werden und das Dach abgeschalt wird. „Um die unbehandelten Holzbauteile vor der Verwitterung zu schützen, ist es unumgänglich, dass sofort im Anschluss eine Notabdichtung aufgebracht wird“, erläutert Stemmer den Zeitdruck. Ansonsten könnte durchsickernde Feuchtigkeit eine aufwendige Nachbehandlung der Konstruktion erforderlich machen. Arbeiten in luftiger Höhe aber waren zuletzt durch den Orkan „Xaver“ behindert worden.

„Ein früher und anhaltender Wintereinbruch wie in den vergangenen Jahren ist daher dem Baufortschritt abträglich und würde einer möglichen Verzögerung Vorschub leisten“, blickt der Bauamtsleiter durchaus sorgenvoll in die Zukunft. Diese sich jetzt als ungünstige Verkettung darstellende Situation aus Holz- und Abdichtungsarbeiten wäre bei der ursprünglichen Bauplanung nicht zum Tragen gekommen. Verarbeigung und Abdichtung wären im Sommer bei geeigneten Temperaturen erfolgt.

Sobald die Sporthalle mit einem oberseitigen Abschluss versehen ist, können weitere Ausbaugewerke ihre Arbeit aufnehmen, kann der Elektro- sowie der Heizungs- und Sanitärbereich in Angriff genommen werden.

Sollte der ursprüngliche Zeitplan gehalten werden können, ist das Richten der Dachkonstruktion im Bereich des Grundschultraktes für das kommende Jahr vorgesehen. Andernfalls wäre ein Vorziehen der Dacharbeiten am Grundschultrakt denkbar. Darüber hinaus stehen die Fortsetzung der Verblendarbeiten im Innen- und Außenbereich des Grundschulteils und der Abschluss der Arbeiten an der Verblendschale der Sporthalle an. Insgesamt befinden sich die Rohbauarbeiten im Zeitrahmen und wurden bisher reibungslos umgesetzt.

Die Arbeiten an der Profilglas-Fassade der Sporthalle wurden ebenfalls für die Vorweihnachtszeit angesetzt. „Der Einbau der Fensterprofile und der Außentüren im Grundschultrakt müssen in Abhängigkeit mit den Verblendarbeiten ebenfalls noch in diesem Jahr ausgeführt werden“, beschreibt Stemmer den weiteren Ablauf.

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