zur Navigation springen

campingplatz für wohnmobile : Baubeginn rückt näher

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung die sechste Änderung des Flächennutzungsplans und schafften damit die Voraussetzungen für das 1,3 Hektar große, 350 Meter vom Strand entfernt gelegene Gebiet am Strunwai.

von
erstellt am 23.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Noch zu Beginn des Jahres war die Enttäuschung bei den künftigen Betreibern des geplanten Campingplatzes für Wohnmobile, Jenny und Jan Sörensen, groß. Gut zwei Jahre waren seit der Einwohnerversammlung vergangen, in der das Projekt erstmals vorgestellt worden und auf keine Einwände in der Gemeinde gestoßen war.

Nachdem Abstimmungsprobleme mit dem Husumer Planungsbüro zu einer längeren Wartezeit geführt hatten (wir berichteten) ist das Projekt nun allerdings auf einem guten Weg. Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung die sechste Änderung des Flächennutzungsplans für das 1,3 Hektar große, 350 Meter vom Strand entfernt gelegene Gebiet am Strunwai, auf dem sich ein Resthof mit landwirtschaftlichen Gebäuden befindet und das die rollenden Urlauber künftig beherbergen soll.

Die während der frühzeitigen Beteiligung und öffentlichen Auslegung des Änderungsentwurfs abgegebenen Stellungnahmen insbesondere der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange machten keine gravierenden Änderungen und somit auch keine neue Auslegung erforderlich.

Im Gegensatz zum Bebauungsplan, der als Folge des Abwägungsvorschlages in einigen Punkten geändert und erneut ausgelegt werden muss. Dennoch ist mit der Formalie keine Zeitverzögerung verbunden, denn die F-Plan-Änderung muss noch von der Landesbehörde genehmigt werden. Wobei nicht mehr die Durchführung des Vorhabens auf dem Prüfstand steht, sondern lediglich der korrekte Ablauf des Flächennutzungsplanverfahrens durch das Wyker Bauamt.

Ein Zeitfenster von drei Monaten sei zu veranschlagen, erläuterte Bauamtsmitarbeiter Daniel Meer, der den weiteren Verlauf skizzierte. Nach der Antragstellung in diesem Monat laufe die Bearbeitungsfrist bis August und im September könnte das Ergebnis vorliegen. „Parallel zur Bekanntmachung des F-Plans wird der B-Plan in Kraft gesetzt und die Betreiber können einen Bauantrag stellen.“ Dass die ersten Wohnmobile noch in dieser Saison in Utersum vorfahren ist folglich eher unwahrscheinlich.

Keine Hürde ist dagegen der Durchführungsvertrag. Ein wichtiger Bestandteil des Verfahrens, über dessen Inhalte sich Gemeinde und Betreiber schon vor längerer Zeit einig geworden sind. Die einige Investitionen für die zu schaffende Infrastruktur einrechnen müssen.

So hatte der Wasserbeschaffungsverband Föhr darauf hingewiesen, dass die derzeit vorhandenen Anschlüsse eine ausreichende Trinkwasserversorgung des Gebietes, das um einen Sanitärbereich erweitert werden soll, nicht gewährleisten.

Zudem hatte die Verkehrsabteilung Bedenken im Hinblick auf die schmalen Gemeindestraßen und das zu erwartende Verkehrsaufkommen geäußert. Und einer Einbahnstraßenregelung eine Absage erteilt, weshalb Ausweichbuchten installiert werden sollen. Ein lösbares Problem, so Daniel Meer. Allerdings: „Alle Kosten, die der Campingplatz verursacht, sind vom Vorhabenträger zu leisten“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen