Neubaugebiet in Wyk : Baubeginn rückt in greifbare Nähe

Die Straßen sind ausgekoffert: Der Zwischenausbau sieht lediglich eine befahrbare, wassergebundene Tragschicht vor.
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Die Straßen sind ausgekoffert: Der Zwischenausbau sieht lediglich eine befahrbare, wassergebundene Tragschicht vor.

Erste Erschließungsarbeiten am Kortdeelsweg sind fast beendet. Bereits im September soll für die künftigen Bewohner der Startschuss fallen.

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10. Juli 2015, 09:00 Uhr

Von „sehr weit fortgeschrittenen Erschließungsarbeiten“ im Neubaugebiet am Kortdeelsweg berichtet Bauamtsmitarbeiter Thomas Pielke. So sind, nach letzten Arbeiten im Bereich des Rotdornweges in dieser Woche, die Kanäle für die Ver- und Entsorgungsleitungen wie Strom, Gas, Wasser, Telekom und Internet verlegt. Hier stehen derzeit mit der Anbindung der Hausanschlüsse Restarbeiten an und nach dem Bereich der Planstraße A soll auch in dem der Planstraße B in der kommenden Woche Vollzug gemeldet werden.

Anfang März waren die Bagger auf das Gelände zwischen Fehrstieg und Kortdeelsweg gerollt und Pielke ist zufrieden. Verzögerungen habe es keine gegeben, man sei gut in der Zeit und habe zudem positive Überraschungen erlebt. So waren in dem Gebiet, das in der Vergangenheit teilweise als Müllkippe gedient hatte, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK-Stoffe) gefunden worden und es galt, einen Teil des Erdreichs im Bereich der Planstraße A auszutauschen. Bis auf den Kern der früheren Kippe wurde gesiebt und Proben seien in einem Erdbaulabor ausgewertet worden, berichtet Pielke. Der normale Abfall landete in der Folge auf einer Müllkippe auf dem Festland und die PAK-Stoffe seien fachgerecht in einer Flensburger Sonderdeponie entsorgt worden. Das gesiebte Erdreich konnte nach der Behandlung uneingeschränkt verwendet werden und wurde in dem westlichen, an den Fehrstieg grenzenden Bereich eingebaut. Dadurch habe die Menge, die entsorgt werden musste, nur einen Bruchteil der ursprünglich angenommenen betragen. Denn im Bauamt war man von 500 Tonnen ausgegangen, am Ende waren es 54. Eine gute, weil kostengünstigere Lösung für die künftigen Bauherren, deren Anteil an den Erschließungskosten ebenfalls sinkt.

Nicht die einzige Überraschung, die sich während des Zwischenausbaus, dessen Kosten insgesamt bei rund 1,6 Millionen Euro liegen, einstellte. Denn im Zuge der Arbeiten an den Kanälen für die Versorgungsleitungen hatte sich herausgestellt, dass in einem 350 Quadratmeter großen Teil des Kortdeelsweges der notwendige Unterbau fehlte. Die Folge waren Mehrkosten, denn der Bereich musste ausgekoffert und eine kostenintensive Tragschicht eingeplant werden. Dennoch konnte auch hier gespart werden, da sich die Fachleute nach eingehenden Prüfungen für ein alternatives Material, wie es auch im Deichbau Verwendung findet, entschieden.

Freuen dürfte die künftigen Bewohner die Internet-Geschwindigkeit: Die Telekom verlegt ein Glasfaserkabel in dem Gebiet. Ein Novum auf der Insel, begünstigt durch den nahe gelegenen zentralen Funkturm. Möglich ist diese moderne Variante, erläutert Pielke, da die Strandstraße über ein Kanalsystem verfügt, durch das nachträglich Kabel geführt werden können. „Wir haben eine direkte Leitung zur Zentrale, wodurch ein Datendurchsatz von bis zu 200 Megabit pro Sekunde möglich wird.“ Auch hier wurden Kosten eingespart, denn eigentlich war ein Leerrohrsystem vorgesehen, so Pielke, „um für die Zukunft gerüstet zu sein und die Straße nicht wieder aufreißen zu müssen“.

Der Zwischenausbau ist für den Bereich des Bebauungsplanes 51, der seit der vergangenen Woche rechtskräftig ist, also fast abgeschlossen und beschränkt sich, um spätere Schäden durch Baufahrzeuge zu vermeiden, auf die Versorgungsleitungen, einige Straßenlampen und eine befahrbare, wassergebundene Tragschicht. Die soll ab dem 8. August geliefert und eingebaut werden. Arbeiten, für die der Tiefbau-Fachmann knapp drei Wochen einplant. Dann wird der Vermessungstrupp die Grenzsteine setzen und „nach jetzigem Stand können die Häuslebauer am 15. September kommen und beginnen zu bauen“. Dass diese sich bereits jetzt einbringen können, betont Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen. Klar, dass es nicht bei den Bezeichnungen Planstraße A und B bleiben soll. Wer Ideen für Straßennamen hat, fordert der Bürgermeister auf, kann diese unter
✆ 04681/5004820 vorschlagen.

In rund zwei Jahren kommen dann noch einmal die Bagger, kündigt Thomas Pielke an. „Mit dem Endausbau wird begonnen, wenn 90 Prozent der Häuser stehen.“ Für diese finalen Arbeiten, angesetzt sind hier noch einmal 1,1 Millionen Euro, könnte der Startschuss in der zweiten Jahreshälfte 2017 fallen.

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