Amrum : Autogramm von einer Teufelin

 Die Mimim musste eine schier endlose Schlange abarbeiten.
Die Mimim musste eine schier endlose Schlange abarbeiten.

„Meine teuflisch gute Freundin“: Die Schauspielerin Janina Fautz kam zur Insel-Premiere ins Norddorfer Kino und erntete viel Beifall.

shz.de von
26. Juli 2018, 17:00 Uhr

Es war allerbestes Sommerwetter, trotzdem war das Norddorfer Kino ausgebucht wie beim Start eines neuen James Bond. „Meine teuflisch gute Freundin“ hatte Amrum-Premiere und das Publikum war gespannt wie ein Flitzebogen, denn Janina Fautz, eine der beiden Hauptdarstellerinnen, würde nach der Vorstellung Fragen beantworten und Autogramme geben.

„Meine teuflisch gute Freundin“ ist eine kurzweilige Teenie-Komödie. Der Teufel hält seine Tochter Lilith (Emma Bading) noch für zu jung, um auf der Erde Unheil anzurichten. Nur auf Probe darf sie die Hölle in einem Frankfurter Wolkenkratzer verlassen und soll im kleinen Ort Birkenbrunn binnen einer Woche die herzensgute Schülerin Greta Birnstein (Janina Fautz) zum Bösen verführen, um nicht wieder zurück in die langweilige Hölle zu müssen. Doch Lilith verliebt sich in einen Mitschüler und Greta scheint resistent gegen das Böse ...

Janina Fautz, die im Film die gutherzige Greta spielt, macht derzeit in Wittdün Urlaub. Mit 15 war sie das erste Mal auf Amrum. „Meine Eltern und mein jüngerer Bruder kommen jedes Jahr, aber ich konnte nicht so oft mit, weil die Hauptdrehzeiten meistens im Sommer liegen. Diesmal hab’ ich Glück und gerade frei“, erzählt die viel beschäftigte Schauspielerin, die schon als Zwölfjährige in Michael Hanekes preisgekröntem und für den Oskar nominierten Film „Das weiße Band“ mitspielte und zu den Feierlichkeiten nach Cannes und Hollywood reisen durfte.

„Ich komme sehr, sehr gern nach Amrum. Hier kommt man einfach gut zur Ruhe. Man hat ja das ganze Jahr Trubel und ist froh, dass man hier mal raus ist und entspannen kann. Ich fahre Fahrrad und gehe mit unseren Hunden spazieren. Es ist hier nicht so voll wie an anderen Stränden und ich bin gern abends am Strand und genieße die riesige Weite“, sagt die zierliche junge Frau. Sie stammt aus einem kleinen Dorf bei Speyer und lebt zusammen mit ihrem Freund in der Nähe ihrer Eltern. „Durch das Drehen bin ich viel auf Reisen. Ich bin gern unterwegs, komme aber auch immer wieder gern nach Hause. Es ist schön, eine Basis zu haben.“

Janina Fautz war gespannt darauf, wie die Kinder im Norddorfer Kino auf den Film reagieren würden. Eine halbe Stunde konnten sie ihr Fragen stellen. Dann ging es zur Autogrammstunde – eine Stunde im wahrsten Sinn des Wortes, denn über hundert Kinobesucher bildeten eine sehr, sehr lange Schlange und warteten auf ein Autogramm und ein Foto mit der charmanten Hauptdarstellerin. „Nö, ist nicht anstrengend. Ich freue mich total, dass so viele Leute hier sind“, sagte die mit freundlicher Engelsgeduld – mindestens so nett wie ihre Film-Greta.

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