Wyk : Ausnahmen von der Regel beschlossen

Das Gewerbegebiet wird erweitert.
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Das Gewerbegebiet wird erweitert.

Der Bauausschuss stimmt in zwei Fällen im Gewerbegebiet einer 90-prozentigen Flächenversiegelung zu. Außerdem befürworten die Politiker den Bau von Dauerwohnungen beim Hotel „Haus Jensen“.

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11. April 2018, 12:14 Uhr

Die Erweiterung des Wyker Gewerbegebietes soll auch eine Erweiterung bestehender Betriebe ermöglichen. So wollen sich der Baumarkt und der Containerdienst im Hemkweg ausdehnen und neu aufstellen – ein Projekt, das Architekt Jan Lorenzen im Bauauschuss ausführlich vorstellte. Der Baumarkt will die Fläche, auf der bisher der Containerdienst untergebracht ist, zusätzlich nutzen, der Containerdienst wiederum soll auf einer angrenzenden neuen Gewerbefläche gut drei Mal so viel Platz haben, wie bisher.

Knackpunkt bei diesen Plänen ist, dass dazu rund 90 Prozent der Betriebsflächen versiegelt werden sollen. „Damit die Betriebe funktionieren und der Lieferverkehr vernünftig abgewickelt werden kann, werden befestigte Flächen, Fahrspuren und Überdachungen benötigt“, erläuterte Lorenzen.

Auch wenn in mehreren Redebeiträgen deutlich wurde, dass die Ausschussmitglieder auch im Gewerbegebiet so wenig Fläche zubetonieren wollen, wie möglich, erkannten sie in diesem Fall die Notwendigkeit und befürworteten einstimmig, für die beiden Betriebe entsprechende Sondergebiete auszuweisen.

Auf Zustimmung stießen auch die Erweiterungspläne des Hotels „Haus Jensen“ am Südstrand. Hier soll jetzt ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden, in dem die Nutzung der Gebäude als „Sondergebiet Hotel“ und „Sondergebiet Dauerwohnen“ festgelegt wird. Denn neben zwei neuen Gebäuden, in denen Hotelappartements untergebracht werden, soll auf dem Gelände noch ein drittes Haus errichtet werden. In diesem sollen sechs seniorengerechte, barrierefreie Dauerwohnungen entstehen, deren Bewohner die Angebote des Hotels mit nutzen können.

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