Einsatz auf Amrum : Ausgelaufenes Öl ruft Feuerwehr auf den Plan

Wind und Regen erschwerten die Arbeiten am Fähranleger.
Wind und Regen erschwerten die Arbeiten am Fähranleger.

„Betriebsstoffe auf dem Fähranleger ausgelaufen“, lasen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wittdün gestern Morgen auf ihren Rufmeldeempfängern.

shz.de von
28. Juli 2015, 08:00 Uhr

„Betriebsstoffe auf dem Fähranleger ausgelaufen“, lasen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wittdün gestern Morgen auf ihren Rufmeldeempfängern. Auf den ersten Blick ein unspektakulärer Einsatz, der die Brandschützer jedoch den ganzen Vormittag beschäftigen sollte.

Das Flurförderfahrzeug der Fähre „Nordfriesland“ hatte beim Entladen gegen 9.20 Uhr einen Anhänger zum Frachtschuppen auf dem Fähranleger gezogen. Beim Aussteigen bemerkte der Fahrer einen Schaden am Fahrzeug, der dafür gesorgt hatte, dass weite Abschnitte des gerade neu gestalteten Fähranlegers wahrscheinlich mit Öl aus dem Hydrauliksystem des Fahrzeugs verunreinigt waren.

Die Kameraden aus Wittdün forderten weitere Kräfte und vor allem reichlich Ölbindemittel nach. Wind und Regen erschwerten die Versuche, das Pulver zielgenau einzusetzen. Mit Straßenbesen und Schaufeln machten sich die rund 25 Einsatzkräfte aus Wittdün und der Ortsfeuerwehr Nebel daran, die ausgelaufenen Betriebsstoffe zu binden und fachgerecht zu entsorgen. Das Multifunktionsfahrzeug der Amrum-Touristik Wittdün und eine Motorkehrmaschine waren gern gesehene Hilfsgeräte bei diesem zweieinhalbstündigen Einsatz.

Der Vollsperrung der Zufahrtsstraße geschuldet, mussten die Blaujacken auch den Verkehr regeln und umleiten. „Ich habe dann schon mal zwei Stunden Praktikum bei der Wyker Dampfschiffs-Reederei hinter mir“, schmunzelte ein Wittdüner Feuerwehrmann, der den Verladeverkehr zur Mittagsfähre geregelt und die Fahrzeuge nach Abfahrtszeiten getrennt hatte. Schwierig war die Situation auch für die Busfahrer, die mit ihren Gelenkbussen im Linienverkehr ordentlich kurbeln mussten, um auf den Verladeflächen zu drehen.

Das Flurförderfahrzeug des Typs „ZD 6“ wurde in einen Container verfrachtet und mit der Nachmittagsfähre zur Reparaturwerkstatt transportiert.

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