Stiftungsfest : Ausgelassene Feier bis in den Morgen

Derzeit wieder aktuell: Möchtegern-Stars setzen sich im australischen Dschungel häufig unappetitlichen Prüfungen aus.
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Derzeit wieder aktuell: Möchtegern-Stars setzen sich im australischen Dschungel häufig unappetitlichen Prüfungen aus.

Die Nieblumer Wehr hatte zum Ball geladen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Prämienmaskerade auf Hochtouren.

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21. Januar 2015, 12:15 Uhr

Das 133. Stiftungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Nieblum-Goting stand auf dem Programm und die Brandschützer ließen sich auch vom stürmischen Wetter nicht von der Tradition abhalten, den Festtag mit einem Rundzug durch das Dorf einzuläuten.

Angeführt von Musik, galt es beim Marsch durch Nieblum drei „Haltestellen“ abzuarbeiten. So wurden Jonny Hagge für 60-jährige und Emil Junge für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Der dritte Stop erfolgte bei Dirk Hückstädt, der das Brandschutzehrenzeichen in Silber am Bande für seine 25-jährige Zugehörigkeit bei den Blaujacken überreicht bekam. Trocken erreichte der Zug schließlich wieder das Gerätehaus, wo ein Imbiss auf die Teilnehmer wartete, bevor ein ausgiebiger Mittagsschlaf als Vorbereitung auf eine lange Nacht diente.

In deren Verlauf sich gut 80 Besucher nach Frikadellen und gestovten Kartoffeln köstlich bei einer Aufführung der Nieblum-Gotinger Theatergruppe amüsierten. Neben acht passiven Mitgliedern konnte Nieblums Wehrführer Hauke Brett etwa 75 Feuerwehrkameraden begrüßen, darunter zahlreiche Mitglieder der Ehrenabteilung. Von den Nachbarwehren hatten sich zudem der Borgsumer und der Wyker Wehrführer, Erik Jensen und Kai Sönnichsen, eingefunden.

Von sieben Einsätzen in 2014 berichtete Brett im Verlauf des Abends, dazu kamen zwei Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen. Einsätze, auf die man sich in 22 Diensten vorbereitet habe, dazu seien zwölf Funkübungen gekommen. 55 Aktive gehören der Feuerwehr Nieblum-Goting an, mit der Reserve sind es 64 Brandschützer. Von denen es noch einige auszuzeichnen galt. So wurde der stellvertretende Jugendwart Erik Lorenzen zum Hauptfeuerwehrmann befördert und John Paulsen zum Oberfeuerwehrmann, der zudem für seine 20-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde. Geehrt wurden außerdem Sven Carstensen und Thomas Geppert, die zehn Jahre dabei sind.

Sie alle tanzten nach dem offiziellen Teil bis in den frühen Morgen zur Musik des „Westcoast-Trios“. „Die haben flott gespielt und für eine Super-Stimmung gesorgt“, erntete die Kapelle, die nach dem Vorjahr das zweite Mal dabei war, erneut das Lob der Anwesenden. Von denen viele bis zum Morgen durchhielten: Schließlich gab es Curry-Wurst zum „Frühstück“.

Neben dem Sommerfest hatte Hauke Brett die Prämienmaskerade als einen der Höhepunkte des Vorjahres genannt. Für deren Neuauflage laufen, kaum ist das erste große Fest vorbei, bereits die Vorbereitungen. Am Sonnabend, 7. Februar, ist es im Haus des Gastes in Nieblum wieder soweit und Brett hofft auf zahlreiche Lauf- und Standmasken, damit wieder möglichst kreativ auf tatsächliche oder vermeintliche Missstände aufmerksam gemacht werden kann.

Anders als in den Vorjahren laufen die Anmeldungen noch schleppend, berichtet der Wehrführer von erst zwei Standmasken, die sich angemeldet haben. Ungewöhnlich sei dies nicht: „Es war schon immer so, dass eingesessene Gruppen wegfallen und neue sich erst formieren müssen.“ Längst vorbei sind die früheren Zeiten, als im Café „Osterheide“ im großen Saal zwölf Bilder am Start waren.

Zwar träumt Nieblums Wehrführer noch immer davon, aus jedem Dorf eine Maske präsentieren zu können, seine Erwartungshaltung für dieses Jahr ist allerdings realistischer. „Vier wären gut, sechs ein Traum, auch für den Wettbewerb“, gibt er die Marschrichtung vor. Wer am 7. Februar dabei sein will: Anmeldungen nimmt Hauke Brett ab sofort unter ✆  0160/94851474 entgegen. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr, die Laufmasken sollten eine Viertelstunde vorher eintreffen.

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