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Brandschützer in party-stimmung : Ausgelassene Feier bis in den Morgen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Föhrer Ballsaison ist eröffnet. Zum vierten Mal hatte die Wyker Freiwillige Feuerwehr in die Nationalparkhalle geladen.

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erstellt am 03.Nov.2014 | 09:00 Uhr

Die Föhrer Ballsaison ist eröffnet. Zum vierten Mal hatte die Wyker Freiwillige Feuerwehr in die Nationalparkhalle geladen und mit 128 Gästen annähernd die Zahl des Premierenjahres im Gewerbegebiet, als 137 Ballbesucher dabei waren, erreicht.

Zur guten Tradition des jährlichen Ereignisses gehört der Genuss von Grünkohl satt. Dem allerdings die Begrüßung durch Wyks Wehrführer Kai Sönnichsen vorausging. Unter den Gästen weilten Wyks Ehrenwehrführer Heiko Twardziok, der stellvertretende Wehrführer Midlums, Thorsten Tramm, und Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen. Der überbrachte die Grüße der Stadt und des Amtes Föhr-Amrum und hatte überdies eine gute Nachricht im Gepäck: „Das neue Feuerwehrfahrzeug der Löschgruppe Boldixum ist bestellt und wird im kommenden Jahr ausgeliefert“, ließ Raffelhüschen die Anwesenden wissen.

Auch in diesem Jahr wurde ein Film über die wichtige Arbeit der Blaujacken gezeigt. Als Regisseur hatte sich allerdings nicht Marco „Gacko“ Thoms betätigt, sondern Jugendwart Markus Lindemann. Der schlug den Bogen von der Historie bis zur heutigen Zeit. So wurden Fotos des ehemaligen Gerätehauses, dem jetzigen Jugendzentrum, ebenso gezeigt wie Bilder von Einsätzen und Großübungen. Vielen war etwa der Notruf „Fähre manövrierunfähig mit Rauchentwicklung“ vor gut zehn Jahren noch in bester Erinnerung. Eine Übung, wie sich glücklicherweise herausgestellt hatte, in deren Verlauf die Einsatzkräfte mit der damals noch im Wyker Hafen liegenden „Insel Amrum“ hinaus zur Fahrrinne und der dort dümpelnden alten „Schleswig-Holstein“ gebracht worden waren. „Eine sehr interessante Übung“ aus Sicht Kai Sönnichsens.

Der Grünkohl – seit Jahren unumstrittenes Standardgericht und unverzichtbare Grundlage für den Rest des Abends – wurde wie gewohnt vom Partyservice angeliefert und erwies sich einmal mehr als „sehr lecker“, so die vorherrschende Meinung. Ebenfalls nicht wegzudenken war die traditionelle Bowlen-Polonaise, dargeboten in diesem Jahr von der Löschgruppe II. Denn es ist ebenfalls gute Tradition, dass sich beide Löschgruppen mit der Bildung des Festausschusses abwechseln. Der ist für die Organisation des Abends zuständig, präsentiert die gespendeten Mix-Getränke und bringt die Tombola-Gewinne – Glücksfee war in diesem Jahr Marianne Clausen – an die Tische. Wie bei der Teilnehmerzahl zeige sich auch bei der Zahl der Tombola-Gewinne eine deutliche Tendenz nach oben. Für die Wyker Wehr eine erfreuliche Entwicklung, in der sich auch Anerkennung für die geleistete Arbeit widerspiegele, dankte Sönnichsen den Spendern.

Was wäre ein Ball der Wyker Blaujacken ohne die Aufführungen von „Kais starker Truppe“, der Theatergruppe der Wehr, die auch in diesem Jahr zwei Sketche aufführte. So wurden im „Sketch ohne Worte“ Bilder einer „Überwachungskamera“ aus dem Wartesaal einer renommierten Reederei gezeigt. Zu sehen war eine High-Society-Lady (Kathrin Leistler), die sich die Wartezeit verkürzte und schminkte. Das beobachtete wiederum die Putzfrau (in Hochform: Gacko als Frau verkleidet), die sich ihrerseits schminkte. Allerdings mit den Utensilien ihres Berufes und damit zur großen Belustigung der Partygäste.

Schließlich sorgte ein Schattenspiel für Unterhaltung: Hinter einer angestrahlten Leinwand erzählten die Laiendarsteller die Geschichte eines Feuerwehrmannes, der, vom Alarm aus dem Bett geklingelt, zum Gerätehaus und von dort zum Einsatz eilt.

Eine Live-Band suchte man auch beim Feuerwehrball 2014 vergeblich. Wie schon im Vorjahr waren es vielmehr Thomas Strelow und Dennis Berger, Schlager-Fans und auf der Insel eine Institution, die dem Saal einheizten und für beste Stimmung sorgten. Die Halbplayback-Variante habe sich im Vorjahr bewährt, berichtete Kai Sönnichsen, der keinen Anlass dafür sieht, künftig das Rad zurückzudrehen. Dies sahen offenkundig auch die Gäste so, die ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden feierten und tanzten. Entsprechend positiv fiel die Bilanz von Wyks oberstem Brandschützer aus: „Es war ein rundum gelungenes Fest.“

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