midlumer haushalts-entwurf : Ausbaubeitrag soll noch beraten werden

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Die Investitionen der Gemeinde werden sich in diesem Jahr auf den Ausbau von Straßen beschränken. An der Erneuerung des Hermann-Nissen-Stiegs sowie des Röhrdenstiegs sollen sich die Anwohner mit insgesamt 150 000 Euro beteiligen.

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01. März 2014, 09:00 Uhr

„Ich erinnere mich noch an meine allererste Teilnahme an den Haushaltsberatungen der Midlumer Gemeindevertretung. Die dauerte bis Mitternacht, weil jede einzelne Position im Etat-Entwurf ausführlich diskutiert worden ist.“ Kämmerer Wolfgang Schulze konnte sich bei der jüngsten Sitzung im Midlumer Dorfgemeinschaftshaus darüber freuen, dass die Beratung des Haushaltes für 2014 deutlich schneller über die Bühne ging und das Zahlenwerk schließlich auch einstimmig verabschiedet wurde.

Bei dieser, von Bürgermeister Stefan Hinrichsen geleiteten Sitzung, verwies Kämmerer Schulze darauf, dass die Gemeinden in Schleswig-Holstein auch in diesem Jahr mit einem finanziellen Zuwachs auf der Ertragsseite rechnen können. Für Midlum bedeutet dies, dass der Entwurf im Ergebnishaushalt 12 100 Euro mehr als im vergangenen Jahr ausweist. Möglich wird dies durch Steigerungen im Gemeindeanteil an der Einkommensteuer, der Schlüsselzuweisungen und weitere Zuweisungen für die Gemeinde. Gleichzeitig steigen aber auch die von der Gemeinde zu bezahlenden Umlagen an den Kreis Nordfriesland und das Amt Föhr-Amrum um insgesamt 29 300 Euro. Trotz dieser positiven Entwicklung der Steuereinnahmen, die sich voraussichtlich auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird, kann die Gemeinde die Abschreibungen von rund 31 000 Euro nicht erwirtschaften, weshalb der Ergebnishaushalt voraussichtlich mit einem Jahresfehlbetrag von 28 900 Euro abschließen wird.

Der Kämmerer verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Infrastruktur der Gemeinde einen ständigen Verlust des Wertes erfährt, und durch die Abschreibung die Ersatzbeschaffung dafür verdient werden muss. Diese Abschreibungen sollten möglichst durch den Haushalt abgedeckt werden, wobei allerdings die Möglichkeiten, durch „Stellschrauben“ Einfluss zu nehmen, äußerst beschränkt seien. Denkbar sind dabei nur die Vermeidung von Ausgaben sowie die Erhöhung der Gemeindesteuern. „Doch eine Anhebung der Realsteuersätze ist für 2014 nicht eingeplant“, so der Kämmerer.

Die Investitionen der Gemeinde Midlum werden sich in diesem Jahr auf den Ausbau von Straßen beschränken, wofür rund 310 000 Euro vorgesehen sind. Bei der Erneuerung des Hermann-Nissen-Stiegs sowie des Röhrdenstiegs wird an einen Ausbaubeitrag der Anwohner gedacht, die damit insgesamt 150 000 Euro aufbringen müssten. Diese Überlegungen stießen bei einigen Gemeindevertretern auf großes Unbehagen, und es hieß dazu, dass dies noch keine beschlossene Sache sei.

Zum Abschluss seiner Erläuterungen des Haushaltsentwurfes informierte Kämmerer Schulze darüber, dass die Liquidität der Gemeinde Midlum mit dem Beginn des Monats Februar rund 177 700 Euro betrug, wobei sich die eigenen Finanzmittel um 117 700 Euro verringert haben. So stand dann die unangenehme Frage im Raum, was geschehen wird, wenn diese Finanzmittel einmal aufgebraucht sind.

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