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Insel-Bote

23. Oktober 2017 | 09:10 Uhr

In NIeblum : Aufräumen war Ehrensache

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Hoher Besuch im Falkenlager: Finanzministerin Monika Heinold informierte sich über den ehrenamtlichen Einsatz junger Leute.

shz.de von
erstellt am 11.Aug.2015 | 12:30 Uhr

Gänzlich unspektakulär, nur begleitet von ihrer Mitarbeiterin Veronika Sawicki, kam gestern Nachmittag Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold hoch auf dem Drahtesel im Nieblumer Falkenlager an. „In meinem Amt bin ich noch mehr im Büro als meine Minister-Kollegen“, begründete sie den Ursprung ihrer Sommerreise, die sie vier Tage lang durch Schleswig-Holstein führt. Galt ihr Interesse im vergangenen Jahr der Infrastruktur des Landes, stehen nun die vielen Facetten des ehrenamtlichen Einsatzes junger Leute im Mittelpunkt ihrer Tour.

Im Nieblumer Falkenlager wurde die Ministerin von Helga Creutz-Stallbaum, der Geschäftsführerin des Landesjugendwerkes der Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein, sowie von der stellvertretenden Landesvorsitzenden Annika Salzinger empfangen. Annika Salzinger, die zur Zeit zusammen mit einem Team von vier ehrenamtlichen Betreuern selbst eine 21-köpfige Jugendgruppe aus Rendsburg-Eckernförde und Flensburg im Nieblumer Falkenlager leitet, führte den Gast aus Kiel zu den Zelten, wo die Jugendlichen schon ganz aufgeregt auf den Besuch der Ministerin warteten. Nach einer Batik-Einlage wurde Monika Heinold durch die Unterkünfte geführt, wobei sie auch von den Kindern erfuhr, dass im Vorfeld das Aufräumen auf der Tagesordnung gestanden hatte.

Die Ministerin erwies sich als sehr kompetente Besucherin. „Das Ehrenamt war für meinen Lebens- und Berufsweg sehr wichtig. Als 17-Jährige war ich selbst Betreuerin bei Ferienfreizeiten. Man übernimmt verantwortungsvolle Aufgaben, knüpft Kontakte und hat eine Menge Spaß im Team. Und es schärft den Blick dafür, dass es wichtig ist, Verantwortung für sich und andere zu tragen.“ So fiel ihr es auch nicht schwer, sich mit den jungen Gruppenleitern im persönlichen Gespräch über deren Engagement auszutauschen. „Ob als Jugendbetreuer oder als Rettungsschwimmer am Strand – die Vielfalt im Ehrenamt ist groß, die Wirkung beachtlich“.

„Ehrenamtliches Engagement prägt die Zusammengehörigkeit in unserer Gesellschaft. Das verdient Respekt und Wertschätzung“, hob Heinold hervor, die sich dann auch wieder ihrer Funktion als Finanzministerin erinnerte. Sie verwies darauf, dass die Landesregierung bemüht sei, ehrenamtliche Arbeit so gut wie möglich zu unterstützen. In diesem Zusammenhang verwies sie auf die neue Spendenplattform, die die Investitionsbank Schleswig-Holstein im Auftrag des Landes seit kurzer Zeit betreibt. Dort können unter www.wir-bewegen.sh konkrete gemeinnützige Projekte vorgestellt werden, und potenzielle Spender ihre Unterstützung zusagen. „Viele Einzelspenden sollen sich dabei zur benötigten Projektsumme addieren“, erklärte Heinold.

Nach einem kurzen Rundgang durch das Zeltlager, wozu auch ein Blick auf den unmittelbar hinter dem Gelände liegenden Strand gehörte, bestieg Monika Heinold wieder ihr Fahrrad, um – auch dieses Mal unbemerkt von der Öffentlichkeit – den Wyker Hafen anzusteuern.

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