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Im Nieblumer Dörpshus : Arbeiten eines Multitalents

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Silbernes Insel-Jubiläum: Die Künstlerin Suzie Bohm stellt ihre Bilder und Objekte zum 25. Mal auf Föhr aus.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2013 | 18:27 Uhr

Unbefangene Besucher der augenblicklichen Ausstellung im Nieblumer Dörpshus könnten leicht annehmen, dass hier eine ganze Reihe von Künstlern ihre Arbeiten präsentieren: Radierungen, bemalte Kacheln, Objekte aus Papier, Schmuck, aus nach einem Geheimrezept präparierten Gemüse hergestellt, und Bücher aus selbst geschöpftem Papyrus sind zu bewundern. Doch der erste Eindruck täuscht, denn alleine Suzie Bohm aus Kiebitzreihe ist verantwortlich für diese Vielfalt.

Die so vielseitig begabte Künstlerin ist übrigens für die Insulaner keine Unbekannte mehr: Die aktuelle ist ihre 25. Ausstellung auf Föhr. Außerdem verbrachte Suzie Bohm immer wieder längere Zeit in Wyk. Davon zeugt auch das in Nieblum ausgelegte bebilderte Tagebuch ihres ersten Inselwinters.

Suzie Bohm ist ursprünglich Radiererin und zeigt in Nieblum nicht nur ihre Lieblingsobjekte, Fische, sondern auch Radierungen des „kleinen Roten Hauses“, einer 500 Jahre alten Räucherkate, in der sie mit ihrem Mann Charly lebt.

Doch als experimentierfreudige Künstlerin hat sich Suzie Bohm im Laufe der Jahre mit immer neuen Projekten befasst und dabei besonders auch ihre Liebe zum Papyros entdeckt, das sie selbst herstellt. Auf diesem selbst gefertigten Papier hat sie auch ihre kleinen Geschichten festgehalten, unter anderem: „Alter schützt vor Torheit nicht“. Die Buchdeckel einiger ihrer Geschichten sind mit „Penschilderijen“ – Federzeichnungen auf Holz – verziert.

Die neueste Liebe der quirligen Künstlerin sind Fliesenbilder, die teilweise kleine Geschichten zeigen und in so mancher Besucherin der Ausstellung den Wunsch weckten, so etwas auch in der eigenen Küche zu haben. Auch hat Suzie Bohm sich inzwischen aus der Welt der bildenden Kunst in die der Musik vorgewagt: Sie lernt das Spielen der Harfe, wobei sie dieses Instrument mit nach Nieblum gebracht hat. „Ich werde während meiner Ausstellung zwar keine Harfe für die Besucher spielen“, erklärt Bohm, doch hat sie gestern Nachmittag aus ihren Geschichten gelesen.

Und alle an Radierungen Interessierte sind am heutigen Donnerstag ab 15 Uhr ebenfalls ins Nieblumer Dörpshus eingeladen, um sich selbst einmal an dieser Kunst zu versuchen. Dazu hat Suzie Bohm eigens eine kleine Presse mitgebracht.

Die Ausstellung von Suzie Bohm kann noch bis zum 30. Oktober täglich von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr besucht werden.

 

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