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norddorf auf amrum : Anwohner verlieren die Geduld

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Drei Monate Verspätung: Bereits Weihnachten sollten die Arbeiten im Letj Nuurd beendet und die Pfützenlandschaft Geschichte sein.

shz.de von
erstellt am 25.Mär.2015 | 12:00 Uhr

„Wir haben die Zusage, dass die Arbeiten im ‚Letj Nuurd‘ noch vor dem Osterfest abgeschlossen werden“, erklärte der Vorsitzende des Norddorfer Tourismusausschusses, Peter Heck-Schau, auf Nachfrage in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Am Zugang von der Lunstruat werde noch der Anschluss hergestellt und die neue Oberfläche müsse auch noch in Teilbereichen abgerüttelt werden, sagte der Vorsitzende, der auch berichtete, dass er den „Letj Nuurd“ als Fahrradfahrer bereits nutzen könne.

Gemeindevertreter Gerhard Schau machte keinen Hehl daraus, dass er von der Baustelle gehörig genervt ist. Schließlich müssen er als Eigentümer eines Ferienhauses und seine Urlaubsgäste die Behinderungen seit Beginn der Arbeiten im Oktober letzten Jahres ertragen. „Wir müssen bei der schleppenden Ausführung tief schlucken“, so Schau, der die missliebige Situation schilderte. Der Heizölvorrat sei zur Neige gegangen und er habe diesen dringend auffüllen müssen. Allerdings war die zum größten Teil gepflasterte Straße noch nicht für den Verkehr freigegeben.

Die Maßnahme wurde über das Bau- und Planungsamt des Amtes Föhr-Amrum ausgeschrieben und koordiniert und so wandte sich der Eigentümer wegen seiner dringend notwendigen Heizöllieferung folgerichtig an das Amt. Die Straße wurde geöffnet und die Heizöllieferung konnte erfolgen. Eine Abnahme der Straße aber habe es vorher definitiv nicht gegeben, kritisierte der Gemeindevertreter.

„Wir haben nach der Fertigstellung der Pflasterung eine enorme Verbesserung für unsere Gäste, die bei Regen bisher aufgrund der Pfützenlandschaft auf dem wassergebundenen Weg Gummistiefelzwang hatten“, fasst ein anderer Vermieter zusammen. Allerdings waren nur rund acht Wochen für die Arbeiten, die im Herbst begonnen hatten, kalkuliert worden. Um Zeit vor der dunklen Jahreszeit zu gewinnen, hatte Norddorfs Bürgermeister Peter Koßmann per Eilentscheidung den Ausbau des „Letj Nuurd“ beauftragt, sodass pünktlich zu Weihnachten alles fertig sein sollte. „Nur gut, dass wir keinen ernsthaften Wintereinbruch erlebt haben, wer weiß, wann die Arbeiten dann fertig geworden wären“, sind sich die Ausschussmitglieder einig.

Die Anwohner haben einen Eigenanteil zu tragen und bekommen dafür eine geordnete Oberflächenentwässerung und eine aufwertende Pflasterung in ihrer Straße. „Die sich aber auf keinen Fall als schnelle Verbindungsrennstrecke zwischen dem Nei Stich und der Lunstruat entwickeln soll“, so ein Hausbesitzer mahnend.

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