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Kapitalanlage gesucht : Angebot für WDR-Anteile

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Norden-Frisia will ihre Beteiligung an der Wyker Dampfschiffs-Reederei ausbauen.

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2015 | 09:00 Uhr

Die Norden-Frisia Beteiligungsgesellschaft (NFB) unterbreitet derzeit den Gesellschaftern der Wyker Dampfschiffs-Reederei ein befristetes Kaufangebot für deren Geschäftsanteile an der WDR und ist bereit, das 20-fache des nominalen Wertes zu zahlen. „Wir sind von einigen Gesellschaftern angesprochen worden, ob wir noch weitere Anteile kaufen“, erläutert der Prokurist der Reederei, Rolf Harms, die Hintergründe. Die NFB ist zu 100 Prozent im Besitz der AG Reederei Norden-Frisia mit Sitz auf Norderney. Mit der Offerte wolle man Transparenz schaffen, so Harms, und alle Gesellschafter in die Lage versetzen, ihr Interesse an einem Verkauf zu signalisieren.

Dass hier keinesfalls eine feindliche Übernahme vorbereitet werde, betont Harms ausdrücklich. Dies würde schon dadurch deutlich, dass das Angebot bis zum 31. Dezember dieses Jahres befristet sei und für insgesamt fünf Prozent des gezeichneten Kapitals der WDR gelte. „Theoretisch ginge mehr“, so der Prokurist, aber man haben das Angebot gedeckelt, und warte die Reaktionen ab.

Den Einfluss zu erhöhen, sei nicht Ziel des Unternehmens, betont Rolf Harms. Vielmehr suche man Möglichkeiten, Kapital anzulegen, und da sei die Wyker Reederei eine gute Adresse.

Mit Gelassenheit wird das Angebot auch bei der WDR zur Kenntnis genommen. Die NFB sei mit rund 35 Prozent die derzeit größte Einzelgesellschafterin der Reederei und beabsichtige, ihre Beteiligung auf diesem Wege auszubauen, heißt es in einer Presseerklärung. Und: Die Norden-Frisia und die WDR verbinde eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit auf allen Ebenen; die Föhr-Amrumer Reederei sei ihrerseits mit knapp vier Prozent am Aktienkapital der Norden-Frisia beteiligt. Laut Presseerklärung bewerten Aufsichtsrat und Geschäftsführung das Kaufangebot der Frisia-Tochter NFB als nachvollziehbar, freundlich und zudem als nachhaltige Vertrauensbekundung in die zukünftige Unternehmensentwicklung der WDR. Diese Einschätzung gelte im Umkehrschluss auch für diejenigen Gesellschafter, die sich entscheiden, weiterhin an der WDR beteiligt zu bleiben. Laut deren Satzung könnren Geschäftsanteile unter Gesellschaftern frei gehandelt werden. Entsprechende Vereinbarungen und deren Inhalt seien allein Sache der beteiligten Gesellschafter.

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