Hafenbetrieb : An Ostern pannenfrei auf die Insel

Das gab es schon lange nicht mehr: Die Ampeln an den Fußgängerbrücken stehen auf Grün. Foto: oe
Das gab es schon lange nicht mehr: Die Ampeln an den Fußgängerbrücken stehen auf Grün. Foto: oe

In den Häfen Dagebüll, Wittdün und Wyk sind die Fußgängerbrücken wieder in Betrieb. Erneuerte Technik ermöglicht den Zustieg über die Salondecks pünktlich für Osterausflüge.

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22. März 2013, 09:19 Uhr

Föhr/Amrum | Als die neuen Seiteneinstiege in den Häfen von Dagebüll, Wyk und Wittdün im vergangenen Herbst in Betrieb gingen, war der eigentlich angepeilte Fertigstellungstermin schon um eineinhalb Jahre verstrichen. Und die Pannenserie ging weiter: Die Fußgängerbrücken liefen nur wenige Wochen rund, unmittelbar vor Weihnachten mussten sie bereits wegen zu großer Störanfälligkeit der Hebe- und Senktechnik wieder gesperrt werden. Rechtzeitig zum Osterverkehr funktionieren sie nun wieder und die Fährpassagiere können die Schiffe bequem über das Salondeck betreten und verlassen.

Wie Ulrich Koch, als Geschäftsführer des Wyker Hafenbetriebs federführend beim Bau der Anlagen in den drei Häfen, auf Anfrage erklärte, seien Probleme beim Wegmesssystem an den Ausfällen schuld gewesen. Durch witterungsbedingte Feuchtigkeit und Kondensat habe sich die Seillänge verändert und damit seien die geringen zulässigen Toleranzen in der Messung der Hebe- und Senktechnik überschritten worden. Das Wegmesssystem ist dafür verantwortlich, dass alle vier Hydraulikzylinder angesteuert werden, um das bewegliche Portal dem Wasserstand anzupassen und gleichmäßig heben und senken zu können. "Unser Auftragsnehmer hat das gesamte Wegmess-System in allen drei Häfen umgestellt und die Technik entsprechend ausgetauscht", so Koch. "Wir sind nun guter Dinge, dass die Ausfälle der Geschichte angehören, zumal auch noch die Steuerungen erneuert wurden." Es sei engagiert an der Behebung der Probleme gearbeitet worden, versichert der Wyker Hafen-Chef.

Jetzt stört Sand

Dass die neuen Fußgängerbrücken immer wieder für Überraschungen gut sind, zeigte sich in Wyk, als das Portal in den Stand-by-Betrieb ging, obwohl sich kein anlegendes Schiff näherte. Kollege Zufall und der siebte Sinn brachten es dann an den Tag. "Jedes Mal, wenn die Mannschaft in Dagebüll sich in die Steuerung des Portals einloggte, strahlte der Sender so stark, dass in Wyk die Steuerung ebenfalls ansprach", beschreibt Koch das Kuriosum. "Hier wurde eine Dämpfung installiert, um Abhilfe zu schaffen."

Während die Brücken jetzt endlich funktionieren, bereitet derzeit eine größere Sandablagerung am Anleger 2 in Wittdün den Schiffen "Uthlande" und "Schleswig-Holstein" bei Niedrigwasserständen große Probleme. Die Versorgungsbetriebe Amrum als Betreiber der Wittdüner Hafenanlage haben inzwischen Genehmigungen zur Sandentnahme in diesem Bereich beantragt.

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