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Anleger 3 in Wittdün : Amrumer Fährbrücke reif für den Schrottplatz

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Fährbrücke auf Amrum wurde in ihre Bestandteile zerlegt. Noch brauchbare Steuerelemente wandern ins Wyker Ersatzteillager.

shz.de von
erstellt am 12.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Wittdün | Das ausgediente Brückenportal am Wittdüner Fähranleger wurde demontiert. Mit Hilfe eines Autokrans wurde der rund 55 Tonnen schwere Hebebühnen-Veteran in vier Teilen von seinem Sockel gehoben. „Aufgrund der Ausladung brauchten wir so einen großen Kran“ erklärte ein Mitarbeiter der aus Niebüll stammenden Spezialfirma.

Mit dem Abbau der Brücke wurde ein Beschluss des Verwaltungsrats der Amrumer Versorgungsbetriebe zügig umgesetzt. Vorstandsmitglied Henry Waidhas hatte auf der Sitzung im Oktober berichtet, dass die Brücke 3 aufgrund der Änderung in der Fahrplanstruktur der Halligfährlinie schon länger nicht mehr benötigt werde und deshalb ihren Abbau beantragt. Das Hafenbecken vor Anleger 3 sei zudem nicht dauerhaft schiffbar zu halten und die Brückenanlage mit Seilzugtechnik verwittere zunehmend, hatte Waidhas damals argumentiert.

Eine Demontage hatte schon seit Längerem zur Debatte gestanden. Das Angebot der Stahlbaufirma, die die Seiteneinstiege gebaut hat, betrug 18.700 Euro für die Demontage und Entsorgung.

„Wir haben zuerst den Fahrbahnbelag aus dem Hebeportal entfernt, um dann die ausgehängte Stahlkonstruktion in vier Teile brennen zu können. Danach ging es dem Maschinenhaus an den Stahl“, erklärte ein Mitarbeiter des Stahlbauunternehmens. Vor der Übergabe an den Schrotthändler werden noch brauchbare Steuerteile ausgebaut, die dann in Wyk eingelagert werden. Dort befindet sich noch eine Brücke, in der solche Teile verbaut sind. Begehrte Teile, da diese Technik nicht mehr hergestellt wird. Mitte der 1990-er Jahre war die Brücke 3 in Wyk durch eine neue ersetzt worden und von den Versorgungsbetrieben Amrum übernommen worden. „Damals wurde die Technik noch einmal überholt, doch sie ist um ein Vielfaches anfälliger als Hydraulikantriebe“, verdeutlicht Waidhas.

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