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ausblick : Amrum: Nebensaison wird stärker beworben

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Tourismus-Chef Frank Timpe informierte den Verwaltungsrat über die Schwerpunkte der kommenden Saison. Auch die Amrum-Card stand auf der Tagesordnung.

Amrums Tourismus-Chef Frank Timpe gab in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsrates einen Überblick über die Gäste- und Übernachtungszahlen des Jahres 2014. Höhen und Tiefen habe es im Saisonverlauf gegeben, die die durch die Medien sehr positiv dargestellte touristische Entwicklung nicht widerspiegelten. Insoweit sei man mit den aktuell vorliegenden Zahlen, nach ausgewerteten Meldescheinen, und der Entwicklung von rund einem Prozent mehr Übernachtungen und rund drei Prozent mehr Gästen zufrieden.

Auch in das aktuelle Jahr sei man mit einer guten Nachfrage gestartet, so Timpe, von aussagekräftigen Zahlen über den zu erwartenden Saisonverlauf könne man allerdings nicht reden. Schwerpunktmäßig wird die Marketingabteilung 2015 unter anderem die Vor- und Nachsaison bewerben, hierfür sei kürzlich ein Flyer entwickelt worden. Erneuert werden soll zudem der Internet-Auftritt der Amrum-Touristik, auf deren Facebook-Seiten der 20  000. „Amrum-Freund“ begrüßt werden konnte.

Unter Mitwirkung der Gemeinden Norddorf, Wittdün und Nebel hat sich auch Amrum mit verschiedenen Einzelprojekten im Rahmen eines gemeinsamen strategischen Konzeptes an dem Wettbewerbsverfahren zum Förderprogramm „Integrierte Territoriale Investitionen – Tourismus- und Energiekompetenzregion Westküste“ beworben. Hier muss die weitere Entwicklung in dem anstehenden Auswahlverfahren abgewartet werden. Für den Sommer, erfuhren die Anwesenden, ist eine Mitmachkampagne mit Miniatur-Leuchttürmen geplant.

Die Unterstützung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Verbindung mit dem neuen Seenotrettungskreuzer, der die „Vormann Leiss“ ablösen wird, das Wittdüner Straßenfest unter dem Motto „125 Jahre Nordseebad Wittdün“ sowie Qualitätskontrolle und Zertifizierung waren weitere Themen des Vorstandsberichtes.

Einen großen Teil der Sitzung nahm erwartungsgemäß das langwierige und nach wie vor aktuelle Thema „Amrum-Card“ ein. Frank Timpe fasste die Fakten noch einmal zusammen und erläuterte anhand von Zahlen und Beispielrechnungen die wesentlichen Eckdaten. „Wichtig ist es jetzt, über die Amrum-Card zu informieren, und das Wissen mit den Insulanern zu teilen“, so der Tourismus-Chef.

Dass ihn die Thematik seit inzwischen 17 Jahren in seiner politischen Arbeit als Gemeindevertreter begleite, merkte Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier an, und Wittdüns Bürgermeister Jürgen Junclaus warnte vor allzu langen Diskussionszeiträumen, die sich endlos in die Länge ziehen könnten. „Wir müssen jetzt eindeutige Signale nach außen transportieren“, so Jungclaus, der hofft, absehbar zu klaren und richtungsweisenden Entscheidungen zu kommen.

Kurzfristige Informationsveranstaltungen, die in allen Gemeinden angeboten werden sollen, regte Bernd Dell-Missier an. „Damit jeder die Chance hat, sich zu informieren und sich eine Meinung zu bilden.“ Dies sei eine notwendige Öffentlichkeitsarbeit, die zudem wichtige Impulse aus der Bevölkerung bringen könnte, „die in die weiteren Überlegungen mit einfließen sollten“.

Vielleicht geht der Wunsch Frank Timpes in Erfüllung, dass es noch in diesem Jahr zu einer Entscheidung kommt. Der Verwaltungsrat jedenfalls verständigte sich einhellig darauf, zeitnah entsprechend zu agieren.

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erstellt am 14.Apr.2015 | 09:00 Uhr

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