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Insel-Projekte : Amrum-Card nimmt wichtige Hürde

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Alle drei Gemeindevertretungen befürworten die Einführung der elektronischen Kurkarte. Die Politiker informierten sich außerdem über das Norddorfer Pottwal-Projekt.

Im Grundsatz für die Amrum-Card – so das Votum der drei Amrumer Gemeindevertretungen bei einer gemeinsamen Sitzung, in der es hauptsächlich um die Einführung dieser elektronischen Kurkarte ging, durch die man sich erhofft, Mogeleien künftig besser unterbinden zu können. Zuvor hatte Tourismus-Chef Frank Timpe noch einmal detailliert das an die Fährtickets gekoppelte Verfahren zum elektronischen Einzug der Kurabgabe geschildert. Die Einzelheiten zum neuen Verfahren finden sich auch im Internet unter www.amrum-card.de, dem themenbezogenen Informationsportal der Amrum-Touristik.

Von allen drei Gemeindevertretungen wurde nach kurzer Beratung jeweils einstimmig beschlossen, das Konzept der Amrum-Card weiterzuverfolgen, und sie stimmten der Einführung und Umsetzung zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu – vorbehaltlich weiterer Prüfungen zur Machbarkeit und Vertiefung der Konzeptansätze. Sollten bis dahin alle Fragen geklärt sein, könnte das neue System zum 1. Januar 2017 an den Start gehen. Die Gemeindevertretungen behalten sich allerdings, da noch nicht alle Zahlen und Daten vorlagen, zudem weitere Beratungen und Abstimmungen vor.

Eigentlich war die Abstimmung über die Amrum-Card der einzige Tagesordnungspunkt an diesem Abend, doch ein ganz aktuelles Thema kam dann noch kurzfristig hinzu: Die Pläne des Öömrang Ferian, im Norddorfer Naturzentrum das Skelett eines der vor zwei Wochen in der Nordsee gestrandeten Pottwale auszustellen. Der Vorsitzende des Öömrang Ferian, Jens Quedens, und der Leiter des Naturzentrums, Dr. Thomas Chrobock, stellten den Amrumer Gemeindevertretern das „Pottwal-Projekt“ des Vereins vor und baten um Unterstützung bei der Umsetzung. Hierbei ging es vor allem um die Räumlichkeiten, in denen das Skelett des Meeressäugers im Rahmen einer neuen Ausstellung präsentiert werden könnte. Die Ausstellung soll sowohl naturkundliche als auch kulturhistorische Inhalte haben. Hierbei erinnerte Chrobock auch an die Bedeutung, die der Walfang in der Vergangenheit für Amrum und seine Bewohner hatte. Als Ort für die Pottwal-Ausstellung ist die zur Zeit ungenutzte Einschwimmhalle des ehemaligen Norddorfer Schwimmbads im Gespräch. Dies würde auch zur derzeitigen Nutzung des Gebäudes mit den naturkundlichen und kulturhistorischen Ausstellungen des Naturzentrums passen und Amrum als touristische Destination aufwerten, sind Quedens und Chrobock überzeugt, da sich das Erlebnis- und Bildungsangebot – nicht nur – für Gäste verbessern würde. Jens Quedens bat die Norddorfer Gemeindevertreter eindringlich um ihre Zustimmung zur neuen Nutzung der Einschwimmhalle. Die Politiker werden nun in einer kurzfristig anzusetzenden Sondersitzung über das Anliegen beraten.


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