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Insel-Bote

15. Dezember 2017 | 20:58 Uhr

St. Nicolai : Altes Gemäuer ganz neu

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Bei der Boldixumer Kirchturm-Sanierung wurde ein wichtiges Etappenziel erreicht: Die Fassadenarbeiten wurden abgeschlossen.

shz.de von
erstellt am 29.Dez.2016 | 12:30 Uhr

„Wir freuen uns einfach, dass es mit der Turmsanierung bisher so gut geklappt hat.“ Pastorin Hanna Wichmann und die gesamte St.-Nicolai-Kirchengemeinde haben ein besonderes Weihnachtsgeschenk bekommen. Pünktlich vor den Festtagen sind nämlich, genauso, wie es der Zeitplan auch vorgesehen hatte, die äußeren Sanierungsmaßnahmen am Kirchturm abgeschlossen worden, der nun in neuem Glanz erscheint.

Das Gerüst, das viele Monate lang zum Erscheinungsbild der Boldixumer Kirche gehörte, ist entfernt, und die Baustelle aufgeräumt. Sogar der Hahn „kräht“ wieder auf dem Dach. Das gerade begonnene Lutherjahr, das 500-jährige Jubiläum der Reformation, war von Beginn an als Ende der Maßnahme angestrebt worden.

Die Pastorin berichtet, dass es mit dem Gemäuer des Turmes sogar noch schlimmer bestellt war, als man ursprünglich gedacht hatte und sich viele Steine als ausgesprochen bröckelig erwiesen hätten. Ähnlich wie bei der Nieblumer St.-Johannis-Kirche, deren Sanierung über viele Jahre hinweg lief, haben in der Vergangenheit gut gemeinte, aber aus heutiger Sicht völlig falsche Renovierungsversuche unter dem Einfluss des Nordseeklimas die Zerstörung der Mauersteine begünstigt.

„Nach einer Frostperiode fielen immer mehr Steine“, hatte Pastor Jörg Weißbach bereits im Jahr 2014 feststellen müssen. Mit Hilfe der Feuerwehr, die ihren Leiterwagen zur Verfügung stellte, konnte damals der Zustand des Turmes von außen inspiziert werden. Dabei entdeckte man viele Risse und kaputte Stellen im Mauerwerk und außerdem rosteten die Maueranker zunehmend.

Dieser Zustand gehört nun zum Glück der Vergangenheit an, nachdem seit 2015 in zwei Bauabschnitten der Kirchturm gründlich überarbeitet worden ist. Rund 350  000 Euro mussten für das Vorhaben aufgewandt werden, wobei die Deutsche Stiftung für Denkmalschutz (DSD) mit zwei Zuwendungsbescheiden der Gemeinde unter die Arme gegriffen hat.

Wenn auch der Kirchturm nun in neuem Glanz strahlt und von stabilen Mauerankern gehalten wird, sind die Arbeiten an dem Kirchengebäude noch längst nicht abgeschlossen, denn die Sanierung des Turminneren steht auch noch aus. Der Plan sieht langfristig vor, dass die Kirche durch den Turm betreten werden kann.

„Im nächsten Bauabschnitt werden wir aber erst einmal das Kirchendach ausbessern müssen“, berichtet Hanna Wichmann. Das Schieferdach auf der Nordseite weise erhebliche Mängel auf, die durch Sturm und andere Witterungseinflüsse verursacht wurden. Die Kirchengemeinde St. Nicolai habe sich verpflichtet, Spenden in Höhe von rund 20  000 Euro für diesen Abschnitt einzuwerben. Mit diesem dritten Bauabschnitt kann im kommenden Jahr laut Hanna Wichmann erst dann begonnen werden, „wenn die Temperaturen es zulassen, die Firmen Zeit für unsere Kirche aufbringen können und wir hoffentlich genügend Geld haben“.




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