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in Süderende : Alte Tafeln in neuem Glanz

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Restaurierung der historischen Inschriften ist abgeschlossen. Die St.-Laurentii-Gemeinde macht sich damit selbst ein Weihnachtsgeschenk.

Ein ganz besonderes Geschenk bekam die St.-Laurentii-Gemeinde pünktlich zum Weihnachtsfest: Gestern wurden die von Restaurator Frank Hassold aus Wrixum aufgearbeiteten historischen Pastorentafeln wieder im Chorraum der Süderender Kirche aufgehängt.

Im Zuge des derzeitigen Restaurierungsprojekts der Kirchengemeinde hat Hassold Schwundrisse zwischen den Brettern der Tafel und einen Holzwurmbefall beseitigt. Notwendig wurde diese Maßnahme außerdem, um Platz für weitere Beschriftungen mit Pastorennamen zu schaffen.

Die Herausforderung bei der Beseitigung der Risse bestand darin, das durch die Austrocknung geschrumpfte Holz der Tafeln an den Rahmen anzupassen und gleichzeitig die Falzen für die zur Haltgebung eingeschobenen Querriegel auf der Rückseite zu erhalten. Dies ist Hassold durch Gehrungsschnitte im Rahmen exakt gelungen.

„Die Tafeln sind in der Vergangenheit schon einmal übermalt worden“, konnte der Tischlermeister, der sich auf die Restaurierung alter Möbel und Holzgegenstände spezialisiert hat, im Zuge seiner Restaurierungsarbeiten herausfinden. Die ursprüngliche Schrift ist sogar noch jetzt im Streiflicht erkennbar.

Durch die Restaurierung konnte Hassold auch die Frage nach dem Alter der Tafeln beantworten, das im Inventarverzeichnis der Kirche nicht aufgeführt ist. Das verwendete Holz gab ihm darüber Aufschluss. „Die Tafeln stammen ungefähr aus der Mitte des 19. Jahrhunderts“, berichtet der Fachmann über seine weiteren Erkenntnisse aus der Restaurierung. Es handele sich um Nadelholz, das zirka aus den 50-er Jahren des 19. Jahrhunderts stammt.

Auf den alten Tafeln sind alle Pastoren und Diakone der Kirchengemeinde im Föhrer Westen seit der Reformation aufgeführt. Der erste protestantische Pastor in der St.-Laurentii-Gemeinde war Cord Gohs, der dort von 1540 bis 1546 wirkte. Die Aufzählung der Süderender Diakone reicht bis in das Jahr 1805. Danach wurde diese Stelle nicht mehr besetzt.

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