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Kirchenmusik : Alte Meister und russische Schwermut

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Saison-Spielplan der Boldixumer St.-Nicolai-Kirche auch in diesem Jahr mit vielen musikalischen Leckerbissen.

In der Boldixumer St.-Nicolai-Kirche stehen wieder zahlreiche, teils hochrangige Konzerte auf dem Saison-Spielplan. Naturgemäß liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr auf der Reformation. Zwar stehe nicht überall Luther drauf, vielfach aber sei Luther drin, betont Kantor Martin Bruchwitz. Immerhin habe die Kirchenmusik dem Reformator viel zu verdanken. Dessen Texte hätten nicht nur großen Einfluss auf die Kirchenmusik gehabt, auch große Komponisten wie Johann Sebastian Bach hätten sich seiner bedient. Insofern steht Martin Luther, der selbst Laute gespielt hat, in diesem Jahr im Mittelpunkt, denn Martin Bruchwitz hat sein Augenmerk bei der Zusammenstellung der diesjährigen Kirchenkonzerte auf genau solche Werke gerichtet.

„Unsere größte Aufführung wird einmal mehr das Weihnachtskonzert am 29. Dezember sein“, kündigt der Kantor an. Auf dem Programm steht das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns verbunden mit dem Weihnachtsteil des Messias von Georg Friedrich Händel und dem „Halleluja“ als grandiosem Finale. Mitwirken werden wieder renommierte Hamburger Solisten, die Kantorei St. Nicolai und das Rungholt-Ensemble Hamburg sowie Mitglieder des Hamburger Bachchores St. Petri, das Collegium musicum St. Petri und Gäste; die Orgel spielt Kirchenmusikdirektor Thomas Dahl.

Nach der Premiere im Vorjahr erfährt eine Gemeinschaftsaktion der Gemeinden St. Johannis, St. Laurentii und St. Nicolai ihre zweite Auflage: Am Volkstrauertag erklingt in Boldixum unter dem Titel „Da pacem, Domine“ ein Konzert für den Frieden. Die „Feer Ladies“ unter Leitung von Birke Buchhorn-Licht, der Singkreis St. Johannis (Jutta Hinrichsen) und die Kantorei St. Nicolai spielen und singen Orgelwerke aus alter und neuer Zeit.

In einem Konzert für zwei Trompeten, Corno da caccia (Horn) und Orgel bringen Ludwig Güttler, Volker Stegmann und Friedrich Kircheis (Orgel) am 10. August berühmte Komponisten von Bach iüber Telemann bis Baldassare zu Gehör und auch das Schleswig-Holstein Musik Festival macht wieder in Boldixum Station: „Väsen“ ist am 28. Juli mit Swedish Folk zu Gast. Fans von Matthias Eisenberg dürfen sich auf Orgel und Orgelimprovisationen am 21. September freuen. Der Ausnahmemusiker wird begleitet von Susanne Ehrhardt (Klarinette, Bassetthörn, Blockflöte).

The Chambers, junge Musiker aus vielen Teilen Europas, sind hervorgegangen aus der Jungen Philharmonie Köln. Am 3. Oktober präsentieren die Virtuosen vom Rhein unter anderem Werke von Vivaldi, Bach und Tschaikowsky. Freunde der russischen Schwermut kommen mit dem Vokalensemble Neva (31. August) und orthodoxen Kirchengesängen unter der Leitung von Vladimir Kozlovskiy (1. November) auf ihre Kosten und auch Freunde von Orgelkonzerten können sich über ein reichhaltiges Angebot freuen. So spielt bereits am heutigen Sonnabend ab 20 Uhr Florian Wilkes, Organist an der renommierten St.-Hedwigs-Kathedrale in Berlin, Werke von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel. Am 14. September will Birgit Wildeman, Organistin von St. Johannis, einen Dialog zwischen Martin und Käthe Luther aufbauen, und Martin Bruchwitz präsentiert in zwei Konzerten alte Meister (20. Juli und 7. September). Dazu sorgen Organisten aus Budapest, Prag, Stuttgart, Berlin und den Niederlanden für internationales Flair im Boldixumer Gotteshaus.

Von Bach bis Boogie soll die Bandbreite reichen, wenn die Amrumer Kirchenmusikerin Anne-Sophie Bunk und Hans-Dieter Meier (Osnabrück) am 22. Juli zu einem Konzert für Violine und Orgel einladen. Schon am 27. Juli wird ein weiteres Duo zu hören sein: Jürgen Hartmann (Leipzig, Trompete) und der Bremer Ulf Lauenroth (Orgel) haben dann unter anderem Joseph Haydn im Gepäck. Und auch mit dem Boettcher-Duo aus Berlin wird es klassisch: Marianne Boettcher (Violine) und Ursula Trede Boettcher (Orgel) gastieren am 17. August in St. Nicolai.

Ein Leckerbissen steht bereits am kommenden Sonnabend, 15. Juli, um 20 Uhr mit einem Violinkonzert auf dem Programm: Andrej Madatov aus Hamburg spielt mit der Sonate g-Moll und der Partita h-Moll äußerst schwierige Solo-Werke von Johann Sebastian Bach. Auch eine Uraufführung wird an diesem Abend in Boldixum zu hören sein: Andrej Madatov hat die berühmte Toccata und Fuge d-Moll für Orgel auf die Violine übertragen und spielt das Stück in der St.-Nicolai-Kirche erstmals vor Publikum.

> Die genauen Termin des diesjährigen Konzertprogramms online unter www.kirche-st-nicolai-foehr.de/kirchenmusik.

 

 

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erstellt am 08.Jul.2017 | 18:00 Uhr

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