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Überraschung : Alte Filme und neue Erkenntnisse

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Untersuchungen brachten zutage: Die Amrumer Mühle ist rund 100 Jahre früher gebaut worden, als bisher angenommen.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2016 | 09:00 Uhr

Mehr als 30 Mitglieder begrüßte Volker Langfeld zur diesjährigen Jahresversammlung. Denen der Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung der Amrumer Windmühle mit einem rund 30 Jahre alten Film über die Mühle, seinerzeit aufgenommen von dem Fotografen Friedrich Otto Bernstein aus Düsseldorf, einen ganz besonderen Leckerbissen präsentierte. Bernstein, den es privat immer wieder auf die Insel zog, hatte den Antrieb gefilmt und profunde Erklärungen vom letzten Müller Hans Kristensen eingeholt. Pastor Erich Pörksen, Initiator des Vereins, und sein Sohn Martin waren auch damals schon aktiv. Beeindruckende Aufnahmen, die der stellvertretende Vorsitzende Lennard Langfeld in aufwendiger Arbeit digitalisiert und für die Zukunft gesichert hatte.

Noch zwei weitere Filme wurden an diesem Tag gezeigt, die den Schmied Bernhard-Hinrich Schmidt bei der Reparatur des Gestells der Windrose zeigten und schließlich die Mühle aus der Zeit um 1964, als der Mühlenverein gegründet wurde, lebendig werden ließen. Der frühere Wittdüner Bürgermeister und Amrumer Amtsvorsteher Otto Krahmer hatte einem Fernsehteam damals ein Interview gegeben und auch in diesem Film war bereits Martin Pörksen zu sehen.

Eine kleine „Sensation“ hatte Volker Langfeld auch noch im Köcher: Die Ergebnisse der Holzuntersuchung, anhand derer das Alter und die genaue Herkunft der Amrumer Windmühle festgestellt werden sollte. „Das Holz unserer Mühle ist weitaus älter, als wir bisher dachten. 1771 kam sie nach Amrum, doch vorher wird sie ihre Flügel schon in den Winden von Holland gedreht haben“, verkündete der Vorsitzende, dass die Mühle etwa 100 Jahre älter als bisher angenommen und das Holz wohl in den Jahren 1614 bis 1644 geschlagen worden sei.

Auf den Rück- folgte der Ausblick und Lennard Langfeld stellte die drei Künstler vor, die in diesem Jahr ihre gemalten oder fotografierten Bilder von April bis Ende Oktober zeigen werden. Den Anfang macht Elmar Koritzius vom 17. April bis 24. Juni mit Werken in Öl, Kinka Tadsen und Tobias Hartmann werden folgen. Feste Termine sind zudem der traditionelle Mühlentag am Pfingstmontag (16. Mai), am 25. Juni wird die Amrumer Soulband ein Benefizkonzert geben und am 11. September heißt es wieder „Tag des Denkmals“. „Ich hoffe auf rege Beteiligung“, appellierte Lennard Langfeld an jeden, der helfen wolle, sich zu melden.

Vor den anstehenden Wahlen bescheinigte Kassenwart Erk Tadsen eine gesunde Finanzlage, der Kassenprüfer Helmut Becher hatte keine Beanstandungen und die Entlastung des Vorstands war Formsache.

Zügig wurde im Anschluss gewählt: Volker Langfeld wurde einstimmig für die nächsten fünf Jahre zum Vorsitzenden gewählt und Lennard Langfeld wird weiterhin sein Stellvertreter sein. Der an diesem Abend verhinderte Martin Pörksen wurde in Abwesenheit vorerst kommissarisch in das Amt des technischen Beraters für ein Jahr wiedergewählt.

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