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Besuch in Wyk : Alte Bekanntschaften aufgefrischt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Wyks früherer Kurdirektor Thomas Weber machte Urlaub auf Föhr und erinnerte sich an eine Welle der Sympathie während seiner Amtszeit.

„Irgendwie fühle ich mich nicht wirklich als Urlauber, sondern habe immer noch das Gefühl, für die Dinge auf Föhr zuständig zu sein.“ Der das feststellt, ist Thomas Weber, der von 1988 bis 1993 in Wyk als Kurdirektor im Einsatz war. Weber war der Nachfolger von Fritz Winter, und er erinnert sich heute noch gut daran, dass ihn sein Vorgänger sehr behutsam in seine neue Aufgabe einführte.

Nachdem er Föhr in Richtung Sauerland verlassen hatte, brauchte Thomas Weber, wie er heute selbst eingesteht, einen gewissen Zeitraum, um von der Insel Abstand zu bekommen und die Erinnerungen zu verarbeiten. Immerhin hatte sie für sein Leben einen ziemlichen Eindruck hinterlassen: Kurz vor dem Umzug nach Föhr fand seine Hochzeit statt und zwei seiner Kinder sind auch hier geboren. Doch inzwischen hat Weber genügend Abstand zur Vergangenheit gefunden und kann die Entwicklung der Insel zumindest subjektiv beurteilen.

Inzwischen ist Thomas Weber in seiner Heimat, dem Sauerland, als Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus fest „installiert“ und damit für ein großräumiges Gebiet zuständig. Er macht auch den Eindruck, dort zu Hause angekommen zu sein und ist besonders stolz darauf, dass er als als „Vater des Rothaarsteig“ wesentlichen Anteil an dieser ganz speziellen Wanderroute hat. Inzwischen ist er nicht nur Vorsitzender des Vereins Rothaarsteig, sondern auch des Vereins „Top Trails of Germany“. „Meine Zeit auf Föhr war vor allem durch Baumaßnahmen geprägt“, erinnert sich Thomas Weber heute. Das Umweltzentrum am Sandwall entstand während seiner Amtszeit, der Umbau des Wellenbades wurde vorbereitet und so manches Projekt mehr.

Thomas Weber erinnert sich an eine „Welle der Sympathie“, die ihn auf der Insel begleitet hat. Wobei er besonders auf Nickels Olufs und Hans-Jürgen Sievers, Conrad Zorn und Karl Friedrich Völcker als „Weggefährten“ verweist. Sie alle seien bei der Zusammenarbeit besonders konstruktiv gewesen. Dabei erinnert sich Weber besonders an die Bemühungen für einen gemeinsamen Inselprospekt. Werbemaßnahmen, das war schon damals seine Überzeugung, müssen sich auf die gesamte Insel beziehen, denn die einzelnen Orte sind anderswo nicht unbedingt bekannt. „Es gab und gibt viele gute Leute, die zum Wohle der Insel zusammenarbeiten sollten“, meint Thomas Weber, der viel davon hält, nicht nur Menschen vom Festland, sondern authentische Insulaner ins Alltagsgeschäft einzubeziehen. Auch heute noch, als Ex-Kurdirektor, hält es Thomas Weber für ganz wesentlich, Föhr als Insel für Familien mit Kindern nicht aus den Augen zu verlieren.

Es gab aber nicht nur erfreuliche Momente im Dasein eines Wyker Kurdirektors. Schmerzlich sind die Erinnerungen an die Zeit des Robben-Sterbens, als die Bedrohung des Lebens in der Nordsee besonders deutlich wurde. Er hofft jedoch, dass die Menschen lernfähig sind und solch eine Katastrophe besser in den Griff bekommen können.

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erstellt am 13.Okt.2015 | 20:15 Uhr

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