Wyk : Als das Feuer ins Meer fiel

Gebannt schauten die Menschen am Hafenstrand in den Himmel.
1 von 2
Gebannt schauten die Menschen am Hafenstrand in den Himmel.

„Föhr on Fire“ begeistert tausende Menschen. Die Musik an Hafenstrand und Mittelbrücke wird erstmals angeboten und kommt gut beim Publikum an.

von
13. August 2018, 10:00 Uhr

Bunt war es in diesem Jahr, temporeich und wunderschön. Mal tauchte Feuerwerker Mirco Lorkowski den Himmel über Wyk in Bonbonfarben, mal leuchtete es nur auf dem Wasser knallrot, und dann wieder schossen goldene Fontäne hoch, um vom Himmel zu fallen und ins Meer einzutauchen. Die Lichter tanzten im Takt der Musik und das Publikum war begeistert.

Zum 13. Mal wurde das Wyker Hafenfest veranstaltet, zum 13. Mal war das Feuerwerk der Höhepunkt, und zum zweiten Mal war Lorkowski für diese Lichtershow verantwortlich. Hatte es im vergangenen Jahr bei seiner Föhrer Premiere noch viele kritische Stimmen gegeben, war das Publikum am Sonnabend einhellig begeistert von dem, was der Lübecker Feuerwerker da in den Nachthimmel schoss. Und er selbst? „Naja, ich gucke da natürlich immer noch mal anders hin“, meinte er, grinste dann aber auch zufrieden.

Auch beim Feuerwerk war – wie schon bei den anderen Hafenfest-Veranstaltungen – nicht ganz so viel Betrieb, wie in den Vorjahren. Trotzdem wurde es vor dem Reedereigebäude dieses Mal schon recht früh recht voll. Dafür sorgte Christian Lidsba, der gemeinsam mit seinem Team, das später das Himmelsspektakel auch musiktechnisch hörbar machen sollte, die Leute aufs Feuerwerk einstimmte. Der DJ und Gitarrist der Band Stanfour beschallte den Hafen mit sehr angenehmer Lounge- und House-Musik. „Das ist so als musikalischer Teppich gedacht für die Leute, die hier jetzt schon sitzen“, sagte er. Und nicht nur für die, denn auch auf den Platz vor der Mittelbrücke wurde die Musik am Abend übertragen. Dort kam gleich Partystimmung auf, die Leute tanzten sogar.

Und am Hafen wussten dank dieses neuen Angebots auch die Massen, die aus den Schiffen vom Festland strömten – allein von der 19 Uhr-Fähre stiegen 580 Personen – sofort wo’s lang geht. „Die Leute sind dann gleich hier, bei der Musik geblieben“, hat Tourismus-Chef Jochen Gemeinhardt beobachtet. Dass so viele Gäste vom Festland zum Hafenfest rüberkommen, findet Föhrs oberster Inselwerber natürlich „klasse“. „Unsere Hoffnung dabei ist immer, dass Tagesgäste als Übernachtungsgäste wiederkommen.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen