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In Utersum : Aktive Föhrerinnen ziehen Bilanz

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Mitglieder des Landfrauenvereins blickten bei ihrer Jahresversammlung auf viele Veranstaltungen zurück. Auch 2017 ist wieder einiges geplant.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2017 | 16:30 Uhr

Mit fast 400 Mitgliedern ist der Föhrer Landfrauenverein eine der größten Vereinigungen auf der Insel. Frauen jeden Alters und jeder Herkunft gehören ihm an, und so ist auch die große Bandbreite des Veranstaltungsangebotes nicht verwunderlich. Deutlich wurde dies wieder bei der sehr gut besuchten Mitgliederversammlung in der Utersumer „Post“, bei der die beiden Vorsitzenden Silke Ketels und Keike Braren auch die Berichte von Vorstandsmitgliedern verlasen, die wegen Krankheit nicht hatten zur Versammlung kommen können. „Ich bin ziemlich aufgeregt“, bekannte Silke Ketels deshalb eingangs, um dann aber mit Bravour durch die Tagesordnung zu führen.

Die Übersicht über das vergangene Jahr wurde mit einem Rückblick auf den Vortrag des Bäckermeisters Daniel Lorenzen eröffnet, der über seine Wanderzeit als Geselle berichtete. Nur zu gut konnten sich die Landfrauen an den jungen Bäcker erinnern, der mit seinem lebendigen Vortrag die Zuhörerinnen jeden Alters in seinen Bann gezogen hatte. Auf dem Veranstaltungsprogramm standen 2016 weiter ein Bericht von Christian Roeloffs über seine Nordpol-Expedition, Informationen über die Patientenverfügung, aber auch der Besuch einer Fahrschule, bei der das Wissen aufgefrischt werden konnte. Die sommerliche Radtour führte die Frauen zum Wasserwerk Föhr-Ost, wo Geschäftsführer Dr. Hark Ketelsen die Führung übernahm, und auch die Landesgartenschau in Eutin war das Ziel einer Reise.

Das traditionelle Sommerfest dufte natürlich nicht fehlen, genau so wenig wie die Adventsfeier. Kegeln, regelmäßige Gymnastikstunden und der Landfrauen-Chor „Feer Ladies“, dem aktuell um die 50 Sängerinnen angehören, runden das Angebot des Föhrer Landfrauenvereins ab. In diesem Zusammenhang erfuhren die Versammlungsteilnehmerinnen, dass der Chor am 17. Mai bei der Feier zum 70-jährigen Bestehen des Landfrauenverbandes Schleswig-Holstein musikalisch mitwirken wird.

Traditionell spendet der Landfrauenverein jedes Jahr große Summen an Einrichtungen auf der Insel. 2016 gingen, wie weiter berichtet wurde, wieder fast 2600 Euro an Einrichtungen wie zum Beispiel die Hospiz-Initiative, die Kindergärten und das Friesenmuseum.

Die Formalitäten wie Kassenbericht und -prüfung konnten rasch abgehandelt werden und bei den Wahlen wurde Karin Meyer für weitere drei Jahre als Beisitzerin bestätigt.

Für das kommende Jahr sind unter anderem eine „erste Hilfe am Auto“ und eventuell eine Fahrt zur Hamburger Elbphilharmonie geplant. „Wir freuen uns über jede Anregung zur Gestaltung des Programmes“, betonte Silke Ketels, um dann Angela Freytag zu begrüßen, die für das Diakonische Werk Südtondern seit dem vergangenen Jahr auf Föhr als Sozialarbeiterin für die Erziehungs- und Lebensberatungsstelle zuständig ist. Sie leitet außerdem die seit 2002 unter dem gleichen Dach angesiedelte Einrichtung „Familie im Mittelpunkt“.

„Wir helfen in Situationen, in denen die Menschen nicht mehr weiter wissen“, erklärte Angela Freytag, die deutlich machte, dass es sich bei der Beratungsstelle um ein Projekt der freiwilligen Familienhilfe handele, wobei absolute Verschwiegenheit garantiert werde. Gleichwohl gelte aber der Grundsatz „Kinderschutz geht vor Elternrecht“ hob die Referentin hervor. Bei „Familie im Mittelpunkt“ gibt es auch das Föhrer Ferienprojekt und des weiteren werden über diese Organisation auch Schulbegleitungen organisiert.

Die Mitglieder des Landfrauenvereins zeigten sich an der Arbeit des Diakonischen Werkes auf Föhr sehr interessiert und stellten der Referentin im Anschluss noch viele Fragen.

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