zur Navigation springen

Weichen gestellt : Aktiv für eine heile Inselumwelt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ob Sperrgutbasar, Vogelschutz oder Kampf gegen Plastikmüll: Dem Föhr-Amrumer BUND gehen die Projekte nicht aus.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2015 | 12:00 Uhr

Das neue Umweltzentrum in der Wyker Strandstraße hat der Inselgruppe Föhr-Amrum des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) zu einem Auftrieb verholfen. Deutlich wurde dies bei der Mitgliederversammlung, bei der unter Leitung der Vorsitzenden Annemarie Lübcke die verschiedenen Aktivitäten beschrieben und die Weichen für die kommende Zeit gestellt wurden. „Durch das neue Haus konnten sinnvolle Projekte angefangen und alte Aktivitäten wieder aufgenommen werden“, so Lübcke.

Ein „Dauerbrenner“ unter den Projekten des BUND ist nach wie vor der Sperrgutbasar, der unter Leitung von Renate Sieck weiterhin boomt. Sieck informierte kurz darüber, dass Müllvermeidung oberste Priorität genieße. Die Kleidungsstücke und die anderen Gegenstände werden nicht nur auf Föhr wieder verwendet, wobei zur Zeit die Flüchtlinge für besondere Nachfrage sorgen. Gegenstände werden auch nach Siebenbürgen gebracht oder dem Roten Kreuz (DRK) zur Verfügung gestellt. Man plane eine Zusammenarbeit mit der gerade entstehenden Kleiderkammer in Midlum, erfuhren die BUND-Mitglieder weiter.

Auch der BUND selbst öffnet für Flüchtlinge seine Türen. Im Umwelthaus treffen sich die Asylbewerber drei Mal in der Woche zum Sprachunterricht und auch das regelmäßige Frauenfrühstück, das Christine Blum initiiert hat, findet von nun an beim BUND statt.

Einen besonders breiten Raum nimmt bei den Föhrer und Amrumer Umwelt- und Naturschützern die Bemühung um eine plastikarme Inselumwelt ein. Dazu gehören unter anderem die regelmäßigen Infostände am vom BUND ausgerufenen „Plastikfreien Montag“, Müllsammelaktionen am Strand sowie die geplante Aufstellung von Strandmüllboxen. Ein Prototyp ist bereits in Wrixum installiert und soll dazu dienen, dass Spaziergänger Strandfunde darin deponieren können. Der BUND hofft, die jeweiligen Gemeinden mit ins Sammelboot zu holen und sie als Helfer beim Abtransport des Mülls zu gewinnen. Das große Vorhaben soll die Beteiligung am schleswig-holsteinischen Anti-Plastikprojekt werden. Die Förderung ist für zwei Jahre bei der Umweltlotterie Bingo beantragt, Mittel zur Erstellung des Konzeptes wurden von Umweltminister Robert Habeck bereitgestellt. Entstanden ist bereits ein Netzwerk aus Einzelhändlern und Vertretern verschiedener Organisationen von Föhr und vom Festland, die sich schon mehrmals in Wyk getroffen haben.

Ein großer Erfolg wurde das Angebot von Bio-Gemüse. „Ich habe rund 80 Interessenten im Verteiler“, berichtete dazu BUND-Mitarbeiterin Angela Ottmann. Sie verwies darauf, dass an jedem Freitag auf dem Parkplatz hinter dem BUND-Gebäude ein Stand mit saisonal verfügbarem Gemüse aufgebaut wird. Als weitere Aktivitäten, die unter anderem von der FÖJ-Mitarbeiterin Laura Quickmann, Angela Ottmann und ehrenamtlichen BUND-Mitgliedern betreut werden, gibt es die Beteilgung an der Kinder-Uni, die Betreuung der Kräuterspirale beim Kurgartensaal sowie den Wiesenvogelschutz, das regelmäßige Spülsaum-Monitoring und die Betreuung der Schutzgebiete in der Godelniederung.

Im Verlauf der Mitgliederversammlung kündigte Annemarie Lübcke an, dass sie im kommenden Jahr nicht wieder für das Amt der Vorsitzenden kandidieren werde. „Unser Hauptziel muss sein, jüngere Mitglieder mit neuen Ideen für den Föhr-Amrumer BUND zu gewinnen“, hob Lübcke abschließend hervor.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen