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Kurz und gut : Änderungen sind nicht erwünscht

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Eine Umfrage zeigt: Die Schüler der Eilun-Feer-Skuul sind mit der Insel-Sonderregelung für die Sommerferien zufrieden.

shz.de von
erstellt am 31.Aug.2015 | 09:00 Uhr

Es kann schon gemein sein, in diesen Tagen Schüler auf Föhr oder Amrum zu sein. Sobald man das Radio einschaltet hört man: „Letzte Ferienwoche in Schleswig-Holstein, die sollte noch einmal richtig genossen werden.“ Der insulare Schüler dagegen drückt bereits seit einer Woche wieder die Schulbank, wird mit Hausaufgaben gepiesackt und die ersten Tests sind auch schon angekündigt. Von Ferien kann da kaum die Rede sein. Warum auch: Schließlich hatte man ja kurz zuvor fünf lange Wochen Schulfrei.

Vor einigen Jahren hatte es die Überlegung gegeben, die Sonderregelung für die Sommerferien zu ändern. Zwar sollten die verkürzten fünf Wochen im Sommer beibehalten werden, die Herbstferien jedoch anstatt der drei nur zwei Wochen dauern. Im Gegenzug war eine Woche Winterferien im Februar angedacht. Die Begründung: Im Winter kann man auch mal in den Skiurlaub fahren und in den Weihnachtsferien trotzdem zu Hause feiern. Weit kam man mit der Idee jedoch nicht: Viele Schüler hatten sich gegen eine zusätzliche Ferienwoche mitten in der dunklen Jahreszeit ausgesprochen.

Doch wie sieht es mit den Sommerferien aus? Wären sechs Wochen im Sommer nicht vielleicht doch besser? „Es wäre schon cool, im Sommer länger frei zu haben“, meint Lena Lorenzen aus der siebten Klasse. Aber dafür auf eine Woche der Herbstferien verzichten? „Die drei Wochen im Herbst sind natürlich auch schon nicht schlecht“, ergänzt sie. Ihr Klassenkamerad Ben Battermann ist ähnlicher Meinung: „Fünf Wochen Sommerferien reichen eigentlich. Und lange Herbstferien haben auch etwas.“

Dennis Nissen, ehemaliger Schülersprecher der Einlun-Feer-Skuul, setzt sich ebenfalls für die Sonderregelung auf den Nordseeinseln ein: „Diese Regelung ist super gut: Im Sommer ist die Insel voll, da kann hier kaum einer weg. Im Herbst passt es eindeutig besser, in den Urlaub zu fahren.“ „Außerdem ist der Unterschied zwischen unseren fünf und den sechs Wochen auf dem Festland ja auch nicht so groß“, meint Frederike Petersen, die wie Nissen den Abiturjahrgang des Gymnasiums besucht. Und Kathi Lehmann fielen die verkürzten Sommerferien in diesem Jahr besonders leicht: „Ich hab mich wieder auf die Schule gefreut. Ich bin nämlich endlich auf die große Schule gekommen.“

Einzig Lara Agatter aus dem sechsten Jahrgang könnte sechs Wochen ohne Schule in der sonnigen Jahreszeit auch etwas Positives abgewinnen: „Wenn das Wetter im Sommer gut ist, wären längere Ferien natürlich klar besser. Dann kann man mehr mit seinen Freunden machen. Aber sonst sind drei Wochen im Herbst auch in Ordnung.“

An der Eilun-Feer-Skuul spricht man sich also klar für die verkürzten Sommerferien aus. Und die Woche, in der im Radio immer von den Ferien der anderen gesprochen wird, ist ohnehin schnell vorbei. Im Herbst sieht es dann ja auch genau andersrum aus: Während alle vom Endspurt vor den Ferien sprechen, ist man selbst schon lange im Urlaub.

Zudem wurde es den Schülern ja in diesem Jahr besonders leicht gemacht, wieder an den Start zu gehen: Pünktlich zum Schulbeginn auf den Inseln kühlte sich das Wetter ab und es begann zu regnen. Und ob man bei Regen und Wind in der Schule oder zu Hause sitzt, ist dann ja auch egal.

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