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Weihnachtsbeleuchtung : Advent, Advent, kein Lichtlein brennt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das Finanzierungskozept „Pact“ für die Illumination der Wyker Innenstadt lässt weiter auf sich warten. Die Fußgängerzone bleibt deshalb in der Weihnachtszeit dunkel

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2013 | 19:19 Uhr

„Wenn es keine Beleuchtung gibt, werden vielleicht manche eine Erleuchtung haben.“ Bernd Wigger, der Vorsitzende des Föhrer Handels- und Gewerbevereins (HGV), sieht im wahrsten Sinne des Wortes schwarz – und zwar schwarze Wyker Straßen ohne weihnachtlichen Lichterglanz. Seit Jahren laufen sich die Verantwortlichen des HGV die Hacken ab, um möglichst viele Geschäftsleute dazu zu bewegen, sich an der Illumination der Innenstadt zu beteiligen, doch alljährlich gibt es etliche „Trittbrettfahrer“ die vom Engagement ihrer Kollegen profitieren, ohne einen Cent zu bezahlen.

Hier eine gerechtere Lösung zu finden, hatte man sich von der „Pact-Initiative“ des Landes Schleswig-Holstein erhofft. Diese sieht eine Partnerschaft zwischen Anliegern und Kommunen vor, mit dem Ziel, City-, Dienstleistungs- und Tourismusbereiche durch Stärkung der Eigeninitiative attraktiver zu machen (wir berichteten). Durch die Ausweisung eines „Pact“-Gebietes in der Innenstadt , in dem die Weihnachtsbeleuchtung durch Anliegerbeiträge finanziert werden soll, hat die Stadtvertretung schon vor vielen Monaten die ersten Weichen gestellt.

Der nächste Schritt wäre die Gründung eines Vereines, der sich als Aufgabenträger um die Weihnachtsbeleuchtung kümmern und als Ansprechpartner fungieren soll. Doch die Vereinsgründung ist, so Bernd Wigger, bisher hauptsächlich aus terminlichen Gründen gescheitert. Dieser Verein ist aber die Voraussetzung für eine Verabschiedung der „Pact“-Satzung durch die Wyker Kommunalpolitiker. Selbst wenn die Gründung noch kurzfristig gelänge, wäre der mögliche Termin einer Abstimmung durch die Stadtvertreter zu spät, um noch in diesem Jahr für eine stimmungsvolle Adventszeit zu sorgen. Dazu kommt laut Wigger auch noch, dass die Anlieger im betroffenen Gebiet in den ganzen Prozess einbezogen werden müssen. „An dieser unglücklichen Entwicklung trifft weder die Politiker noch die Verwaltung eine Schuld“, erklärte der HGV-Vorsitzende.

Es läuft also alles darauf hinaus, dass die Innenstadt in dieser Weihnachtszeit dunkel bleiben wird.Bernd Wigger weiß nur eine einzige Lösung des Problems: „Wenn alle 100 bis 120 Nutznießer freiwillig mit jeweils 150 Euro zu mir oder den anderen Mitgliedern der Lenkungsgruppe kommen, können wir noch für Adventsstimmung sorgen.“

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