schiffsunglück vor amrum : Adler: Notfallplan hat sich bewährt

Christian Wehr (Mi.) koordinierte die Rettungsarbeiten von Schwesing aus.
Christian Wehr (Mi.) koordinierte die Rettungsarbeiten von Schwesing aus.

27 Menschen wurden am Mittwoch verletzt, als die „Adler-Express“ ungebremst gegen den Wittdüner Anleger prallte, das Schiff wurde schwer beschädigt und kommt heute ins Husumer Trockendock. Der Anleger hat die Kollision unbeschadet überstanden.

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06. Juni 2014, 08:00 Uhr

27 Menschen wurden am Mittwoch verletzt, als die „Adler-Express“ ungebremst gegen den Wittdüner Anleger prallte, das Schiff wurde schwer beschädigt und kommt heute ins Husumer Trockendock. Der Anleger hat die Kollision unbeschadet überstanden. „Nur ein paar Seepocken sind abgefallen“, berichtet Henry Waidhas, Mitarbeiter der für den Hafen zuständigen Amrumer Versorgungsbetriebe.

Am Tag danach saß das Unglück allen an den Rettungsarbeiten beteiligten noch in den Knochen, auch wenn der Einsatz hervorragen geklappt hatte. „Da hat alles ganz wunderbar funktioniert“, lobte Kreis-Sprecher Hans-Martin Slopianka. Das sei auch darauf zurückzuführen, dass der Kreis Nordfriesland, was andernorts nicht selbstverständlich sei, für solche Ereignisse wie das Wittdüner Schiffsunglück Notfallpläne vorbereitet habe. Ständig habe ein Mitarbeiter des nordfriesischen Rettungsdienstes Bereitschaft, um solche Großeinsätze koordinieren zu können.

Am Mittwoch war das der Leiter des Fachdienstes Rettungswesen, Christian Wehr, der zufällig zusammen mit seinem Stellvertreter Sebastian Schildger in der Harrisleer Leitstelle war, als die Einsatzmeldung dort einlief. Die beiden machten sich sofort auf den Weg zum Fluglatz Schwesing, koordinierten noch vom Auto aus die Anforderung der sieben Rettungshubschrauber, die Sanitäter und Material nach Amrum ein- und Verletzte ausflogen.

Wehr leitete den Einsatz dann von Schwesing aus, während Schildger nach Amrum eilte. Zwölf Einsatzkräfte vom Festland hatten den dortigen Rettungsdienst, Feuerwehr, Seenotretter und Ärzte unterstützt. „Sämtliche Kräfte haben sehr gut zusammen gearbeitet“, so Slopianka.

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