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Konzert in Wyk : Achterbahn durch alle Genres

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Band „tone fish“ begeistert im Kurgartensaal mit einem breiten Repertoire. Zauberhafte Flötenklänge entführen die Zuhörer ins tiefste Irland.

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2016 | 14:00 Uhr

Wie vielfältig das Repertoire der Folk-Band „tone fish“ ist, zeigten die Musiker bei ihrem Föhr-Gastspiel vor allem nach der Pause: Der zweite Teil des Konzertes im Kurgartensaal begann mit einer ruhigen Ballade, begleitet von leichten Gitarrenklängen, ruhigen Melodien auf der Flöte sowie leichten Percussions. Danach zeigte die Band aus Hameln dagegen ein ganz anderes Gesicht: Bei einem schwungvollen irischen Lied kam der Saal in Wallung und die Gruppe machte auf der Bühne richtig Stimmung.

Doch auch schon vor der Pause hatten die vier Musiker ordentlich Dampf gemacht: Ihre Mischung aus Popsongs und Liedern aus Genres wie Metal oder Volkslied, alle in den typischen Sound des vor allem irischen Folk transferiert, traf bei den etwa 80 Zuhörern den richtigen Nerv. Bereits das zweite Lied, „Englishman in New York“, brach das Eis und erzeugte eine gute Stimmung im Saal. Die darauffolgende musikalische Achterbahnfahrt durch alle Stilrichtungen fand ihren vorläufigen Höhepunkt bei dem stark modifizierten Arrangement des Metallica-Klassikers „Nothing else matters“.

Mit Gitarren, Percussions und Flöten erzeugte die Gruppe dabei ihren ganz eigenen Sound. Einen Grund, warum der Klang so besonders ist, lieferte Frontmann Stefan Gliwitzki: „Wir haben den einzigen Metal-Schlagzeuger der Folk-Szene.“ Einen nicht unwichtigen Beitrag zum Sound von „tone fish“ lieferten auch Michaela Jeretzky und Bianca Kaup, die mit ihren fast zauberhaften Flötenklängen den Zuhörer gedanklich in das tiefste Irland versetzten.

Bereits in der Pause war ein Großteil des Publikums überzeugt: „Toll, einfach toll!“ lautete die Beschreibung, die viele wohl Neu-Fans wählten, um das Gehörte zu beschreiben.

Und auch nach der Unterbrechung ging die Reise durch die Musik nahtlos weiter. Der wohl größte Moment des Abends war das Arrangement von Amy McDonalds Hit „This is the life“ aus dem Jahr 2008. Der Saal kam noch einmal richtig in Schwingung und hätten keine Stühle auf dem Parkett gestanden, hätte der eine oder andere Besucher wohl das Tanzbein geschwungen.

Ähnlich sahen es auch die Musiker aus Hameln, die ihrerseits sichtlich Spaß hatten. Das Quartett hatte sich vor drei Jahren mit dem Song „Sailing to Philadelphia“ erfunden, zunächst nur mit Gliwitzki und Jeretzky in der Stammbesetzung. Die Wahl des Folk als vorgezogene Musikrichtung erklärt der Sänger der Band sehr subjektiv: „Der Folk hat uns schon lange beschäftigt. Und diese Musik geht einfach ins Herz, das macht sie so speziell.“ So hat die Band ihr ganz eigenes Genre gefunden, das auf diese Art in keine Schublade passt.

Wer jetzt trauert, diesen turbulenten Abend verpasst zu haben, kann beruhigt in den Kalender schauen: Bereits im September ist „tone fish“ schon wieder auf Fangfahrt nach Tönen auf Föhr und gibt vorher noch einige Konzerte an der Nordseeküste. Mit im Gepäck: Das weit gefächerte Repertoire.

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