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Jazz goes Föhr 2015 : Abwechslungsreich und grandios

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Auch nach der 18. Auflage gibt es bei allen Beteiligten zufriedene Gesichter. Die Brüder Wasserfuhr begeisterten das Publikum.

„Jazz goes Föhr“ hat Tradition: Seit 18 Jahren organisiert die Föhrer Musikschule alljährlich jenes Festival, das mit seiner familiären Atmosphäre längst zum Geheimtipp bei Besuchern und Musikern geworden ist. Bereits aus Australien und Indien kamen Anfragen von Bands, die auf Föhr auftreten wollten.

Auch beim diesjährigen Festival war es Wolfgang Philipp, musikalischer Leiter des Festivals, und seinem Team gelungen, einige große Namen auf die Insel zu holen. So spielte mit Karolina Strassmayer die erste Frau im Kurgartensaal, die es geschafft hat, in die weltweit renommierte WDR-Big-Band aufgenommen zu werden. Die Österreicherin spielte mit ihrem Quartett „Klaro“ vor vollem Haus und begeisterte das Publikum. Einen drauf setzten die Brüder Wasserfuhr, die für ihren Auftritt minutenlangen Applaus erhielten. Julian an der Trompete und Roman am Klavier präsentierten ein vielseitiges Programm mit eigenen Songs, aber auch mit neuen Arrangements älterer Stücke.

Der finale Abend stand ganz im Zeichen des Swing. Die „Sultan’s of Swing“ ließen diese Richtung des Jazz, die vor allem in den 1930-er Jahren in den USA populär war, wieder aufleben. Einen ähnlichen Akzent hatte auch die Gruppe „Vilou“ einige Tage zuvor gesetzt. Hier stand aber nicht nur der Swing im Mittelpunkt, sondern auch rasant und temperamentvoll gespielte Evergreens, die auf der Geige von Kristofer Vio einen ganz neuen Touch bekamen.

Für Wolfgang Philipp war es „ein grandioses Festival, jeder Abend war unterschiedlich und auf seine Weise gut“. Auf einen Favoriten wollte er sich nicht festlegen: „Karolina Strassmayer liegt mir sehr am Herzen, aber auch die Wasserfuhr-Brüder waren genial.“

Großer Beliebtheit erfreuten sich einmal mehr die „Big Sessions“: Nach den Konzerten konnte im Kulturtreff in der Musikschule weiter musiziert werden. Auch für die Musiker eine immer wieder willkommene Abwechslung. „Ich schätze diese Sessions sehr. Man kommt in Kontakt und es gibt diese Distanz zum Publikum nicht“, sagte Karolina Strassmayer. Und auch Julian Wasserfuhr, für den es bereits das zweite Konzert auf Föhr war, spielt gerne in Clubs. „Die Atmosphäre ist einfach viel entspannter.“

Für Almut Höncher, Leiterin der Föhrer Musikschule, war es eine besondere Woche: „Es hat alles wunderbar geklappt. Die Musiker waren alle genial, jeder auf seine Art ganz besonders.“

Und für Wolfgang Philipp beginnen bereits die Planungen für das nächste „Jazz goes Föhr“. „Wir müssen aus den Problemen mit dem Kartenverkauf in diesem Jahr lernen. Es kann nicht sein, dass man ab 17 Uhr offiziell keine Tickets mehr bekommt.“ Davon abgesehen, überwiegen für ihn die positiven Aspekte der Festivalwoche. Auch wenn es ein Riesenaufwand sei, lohne es sich immer wieder. Allein hätte er diesen Erfolg jedoch nicht gehabt: Nur Dank seines Teams und der vielen Sponsoren ist es möglich, dass jedes Jahr im Sommer eine Insel in der Nordsee swingt.

 

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erstellt am 03.Aug.2015 | 09:00 Uhr

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