Öömrang Skuul : Abschiedsschmerz und Vorfreude

Gruppenbild mit Klassenlehrern: Der Abschlussjahrgang 2015 an der Öömrang Skuul.
Gruppenbild mit Klassenlehrern: Der Abschlussjahrgang 2015 an der Öömrang Skuul.

Für 18 junge Amrumer endete die Schulzeit. Nick Jürgensen, Vincent Ruth und Brandon Wiedemann hatten die besten Zeugnisse.

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18. Juli 2015, 07:30 Uhr

Schulleiter Jörn Tadsen begrüßte 18 Schulabgänger zur feierlichen Abschlussfeier in der neuen Aula der Öömrang Skuul. Pastor Georg Hildebrandt lehnte seine Ansprache an die Bergpredigt und ein Gedicht von Wolfgang Borchert an. Es ging um viele neue Wege, die vor den Jugendlichen jetzt liegen, und an denen sie entscheiden müssen, welchen sie gehen werden. „Sagt Ja zum Leben; sagt Ja zu Eurer Zukunft und sagt Ja zu Gott; ich wünsche Euch dafür seinen Segen“, so Pastor Hildebrandt, der die Schülerinnen und Schüler zu ihrem bisherigen Weg beglückwünschte, den sie erfolgreich begangen haben. Amtsdirektorin Renate Gehrmann fand sehr persönliche Worte, vor allem für die Eltern, denn sie konnte die Freude und Ängste, den Spaß und auch manche traurige Schulmomente, die nun vorbei waren, nachempfinden, denn ihr Sohn hatte ebenfalls gerade auf Föhr sein Schulabschluss-Zeugnis erhalten. Es sei nun Zeit, aus dem Erlernten und den Erfahrungen etwas zu machen. „Ihr steht an der ersten großen Kreuzung des Lebens. Jetzt habt Ihr es selbst in der Hand“, so Gehrmann.

„Ihr seid auf der schönsten Insel der Welt groß geworden. Ich freue mich wenn Ihr jetzt raus geht in die Welt und dann wiederkommt, um dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen“, mit diesen Worten wünschte ihnen Norddorfs Bürgermeister Peter Koßmann für die Zukunft das Beste.

„Unser Auftrag endet hier, wir haben das Fundament gelegt, doch jetzt seid ihr dran: Tut es, kann ich Euch nur mit auf den Weg geben“, so Schulleiter Jörn Tadsen, der seinen letzten Ratschlag nach dem Motto der Architekten des Schulbaues stellte: Tu es! Klassenlehrer Dr. Sven Sturm hat es getan, vier Jahre lang hat er die Schülerinnen und Schüler begleitet, und ist mit ihnen zusammen gewachsen. „Wir haben ein ganz besonderes Verhältnis zu Herrn Sturm, er war ein toller Lehrer“, erzählt ein Schüler. Der Begriff „Miesmuschel“ bekam zum Beispiel eine ganz neue Bedeutung in der Klasse, denn sobald einer nicht gut drauf war, legte man eine Miesmuschel an seinen Platz. Mit dieser und vielen weiteren Kleinigkeiten wurden aus dem Unterricht mehr als nur stures Lernen. Zu jedem seiner Schüler fiel Sven Sturm noch ein Spruch ein und die ganz persönliche Rede war gespickt mit Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse. „Ihr werdet mir wirklich fehlen“, bei diesen Worten schluckte nicht nur der Lehrer. Den Schülern war der Spaß anzusehen, den sie gemeinsam im Unterricht und auch auf einigen Klassenfahrten miteinander teilten, als sie im Anschluss noch einen Einblick per Diashow in die gemeinsamen vier Jahre gaben.

Klassenlehrer Mathias Hölck hatte die Klasse auf der Abschlussfahrt nach Portugal zum Surfen begleitet. „Der Atlantik und seine Wellen, da habt ihr schon kennen gelernt, was euch im Leben abverlangt wird: Geduld, Beharrlichkeit und Vertrauen“, sagte er. Er zog Parallelen zwischen dem Wellenreiten und dem Leben. „Ihr wollt die Welle reiten, dann paddelt stärker, zieht durch! Habt Vertrauen es zu schaffen. Man braucht Geduld, auf die guten Wellen zu warten, sie werden kommen“.

Jörn Tadsen überreichte jedem Schüler und jeder Schülerin mit einem kleinen persönlichen Satz das Abschlusszeugnis, zu dem Sven Sturm und Mathias Hölck herzlich gratulierten. Stephan Schlichting überreichte jedem im Namen des Schulvereins einen Gutschein zum „Stand up paddling“. Nick Jürgensen, Vincent Ruth und Brandon Wiedemann, die besten drei Schüler, bekamen noch ein kleines Extrageschenk für ihren guten Notendurchschnitt.



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