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Zukunfts-Investition : 800 000 Liter für die Trinkwasserversorgung

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Viel Geld für den neuen Lagerbehälter auf dem Nebeler Betriebsgelände in die Hand genommen. Derzeit befinden sich die Arbeiten in der letzten Phase.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2013 | 08:00 Uhr

Derzeit befinden sich die Arbeiten zur Erweiterung der Pufferleistung des Amrumer Wasserwerkes im Endspurt. Seit Oktober 2012 laufen auf dem Betriebsgelände im Nebeler Wald die Arbeiten an einer zum Teil unterirdisch gelegenen Halle und einem 800 000 Liter Brunnenwasser – sogenanntes Rohwasser – fassenden Lagerbehälter. Wie Henry Waidhas, Wasserwerksmeister und Vorstandsmitglied der Versorgungsbetriebe Amrum, erklärte, kamen die Arbeiten im Winter witterungsbedingt zum Erliegen und können nun im September abgeschlossen werden.

Im Rahmen einer Begehung informierten sich die Mitglieder des Verwaltungsrats des kommunalen Unternehmens über den Stand der Arbeiten und konnten dabei die Schweißarbeiten an dem gewaltigen Pufferbehälter beobachten. Waidhas erklärte in diesem Zuge die Arbeitsweise des Wasserwerkes und berichtete, dass die Erweiterungsmaßnahme dem Anschluss der Gemeinde Norddorf an das zentrale Trinkwassernetz der Insel geschuldet sei.

Läge die Abgabeleistung im Winter bei rund 600 bis 700 Kubikmeter pro Tag, gingen bei voller Auslastung der Urlaubsquartiere im Sommer zwischen 1800 und 2100 Kubikmeter Trinkwasser ins Netz. Das bedeutet für die Leistung des derzeitigen Systems die Grenze des Möglichen.

„Mit der Inbetriebnahme des neuen Behälters, der von fünf Brunnenpumpen gespeist wird, sind wir dann bestens gerüstet, um auch Spitzenlasten abzudecken“, erklärte Waidhas. Zumal in einem Versorgungsabschnitt in der Gemeinde Norddorf noch nicht alle Haushalte an das neue Trinkwassernetz angeschlossen sind.

Ingenieur Maik Hagedorn von der Behälterbaufirma aus Ravensburg erklärte, dass der Flachbodenbehälter einen Durchmesser von 13 Metern hat und die Konstruktion auf Stempeln im Schweißverfahren permanent um die Schweißroboter gedreht wird. Dabei wird der speziell legierte Duplex-Edelstahl automatisch von der Rolle herangeführt. Nach der Fertigstellung wird der Behälter auf den bereits fertiggestellten Boden gesetzt und beidseitig verschweißt, mit den entsprechenden Rohranschlüssen versehen und für den Einsatz speziell gereinigt. Durch eine spezielle Isolation der Halle wird ein ganzjährig konstantes Klima für den Lagerbehälter gehalten. „Da der Stahl eine Wandstärke von vier Millimetern hat, ist die Stabilität so groß, dass keine weiteren Streben und Aussteifungen erforderlich sind“, beschreibt Hagedorn die beeindruckende Konstruktion.

Dass der Preis ebenso beeindruckend ist, berichtete Norbert Gades, Vorstandsmitglied der Versorgungsbetriebe Amrum. „Wir investieren hier rund 900 000 Euro in die Leistungsfähigkeit der Trinkwasserversorgung auf Amrum.“

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