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Buch präsentiert : 55 Anekdoten von Föhr und Amrum

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Schüler der Oberstufe der Eilun-Feer-Skuul sammelten mit Lehrer Volkert Faltings düntjin von den Inseln.

shz.de von
erstellt am 28.Jun.2016 | 12:30 Uhr

„En hunsfol düntjin“ (Eine Handvoll Anekdoten) lautet der Titel der jüngsten Publikation der Ferring Stiftung, die im Rahmen einer Buchpräsentation in Alkersum vorgestellt wurde. Volkert Faltings hatte zusammen mit 26 Schülerinnen und Schülern aus der Oberstufe der Eilun-Feer-Skuul 55 Anekdoten von Föhr und Amrum gesammelt, aufbereitet, illustriert und zwischen zwei Buchdeckel gebracht.

Nebenbei und doch ganz bewusst lernten die Schüler, welche Arbeitsschritte nötig sind, bevor ein Buch in Druck gehen kann. „Allein das ist ein Erkenntnisgewinn, der dem einen oder anderen noch von Nutzen sein wird,“ prophezeite Faltings seinen Mitautoren, denen er für die fruchtbare und gute Zusammenarbeit dankte. Abiturient Sven Tieze sprach für die Schüler und ließ den Werdegang des Buches noch einmal Revue passieren.

Die Literaturgattung „Anekdote“ hat im Friesischen einen wesentlich höheren Stellenwert als im Hochdeutschen, da in einer kleinen Regionalsprache die Erzählliteratur eine viel größere Rolle spielt als die schriftsprachliche Literatur in Form von Romanen oder Lyrik. Dazu kommt, dass in dem insularen Umfeld fast jeder jeden kennt und damit die Protagonisten der jeweiligen Anekdote mit all ihren Facetten wohl bekannt sind. „Typisch …“, entfuhr es auch so manchem Zuhörer nach den vorgetragenen „düntjin“, von denen die Schüler eine Auswahl vortrugen.

Neben der ideellen Betreuung des Buchprojektes durch die Mitarbeiter der Ferring-Stiftung legte diese auch die finanzielle Grundlage, die durch weitere großzügige Spenden aufgestockt wurde.

Faltings bedankte sich für diese Unterstützung und beim „Hausverleger“ Jens Quedens für die bewährt gute Zusammenarbeit. Quedens wiederum brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die junge Generation auch in Zukunft Bücher in ihrer Heimatsprache Friesisch schreiben wird. Abgerundet wurde die Buchvorstellung durch musikalische Beiträge der Kreismusikschule Wyk. Unter der Leitung von Annamaria Cserepka zeigten junge Talente ihr Können an Trompete und Posaune und ernteten dafür viel Applaus. Genauso wie die zuständigen Schülerinnen des Küchenbuffets, die dafür sorgten, dass „neemen hongrig faan stuuwen gung täär“ (wörtlich übersetzt: dass keiner hungrig von der Hausweide gehen muss), wie sich Faltings anerkennend äußerte.

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