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Betreuungsverein Föhr-Amrum : 20 Jahre voller Höhen und Tiefen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Große Jubiläumsfeier: Zum Geburtstag gab es eine Schiffstour durchs Wattenmeer.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2014 | 12:30 Uhr

Es war ein wunderschöner Spätsommertag. Und so konnten die Mitglieder des Betreuungsvereins Föhr-Amrum und viele geladene Ehrengäste den Jubiläums-Empfang zum 20-jährigen Bestehen des Vereins in vollen Zügen genießen – fand der doch nicht im Saal statt, sondern auf hoher See. Der Verein feierte seinen Geburtstag mit einer Schiffstour auf der „Hauke Haien“.

Das erste Grußwort hielt die Vorsitzende des Betreuungsvereins, Elke Schultz. Sie war bereits eines von sieben Gründungsmitgliedern und hat seit dieser Zeit den Vorsitz inne. In den 20 Jahren seines Bestehens hat der Verein einige Höhen und Tiefen erlebt; auf einen Streit einige Zeit nach der Gründung folgte ein Neuanfang, aus dem der heute bestehende Verein sich entwickelte. Heute hat der Betreuungsverein rund 60 Mitglieder, die insgesamt 40 rechtliche Betreuungen ehrenamtlich führen.

Längst hat sich der Betreuungsverein auf Föhr und Amrum etabliert. Es wurden zwei Sozialmessen durchgeführt, die das Netzwerk zwischen allen Akteuren der sozialen Landschaft Föhrs stärkten. Im Team des Betreuungsvereins arbeiten derzeit vier Sozialarbeiterinnen auf 3,25 Vollzeitstellen; sie führen insgesamt 90 berufliche Betreuungen, werden etwa 500 Mal im Jahr für Beratungen angefragt und organisieren darüber hinaus Vorträge und Seminare.

Probleme bereiteten dem Verein in der Vergangenheit vor allem Kürzungen bei den Fördergeldern. Insbesondere 2011 stellten diese auch die weitere Existenz in Frage. Durch die in diesem Jahr von Seiten des Landes wieder aufgestockte Förderung sind diese Schwierigkeiten nicht mehr akut.

Elke Schultz dankte den anderen Vorstandsmitgliedern, sowohl den derzeitigen Jan Lehmann (zweiter Vorsitzender), Kathrin Kreuseler (Kassenwartin) und Martina Slawik-Schlue (Schriftführerin) als auch den früheren, Gundula Natella und Claus Petersen, für das Engagement, das den Verein letztlich erhalten habe. Einen besonderen Dank richtete Elke Schultz an das Betreuungsamt des Kreises Nordfriesland, vertreten durch Adelheit Marcinczyk, sowie an Hartmut Pohl, der auf Seiten des Kreises die Gründung des Betreuungsvereines maßgeblich unterstützt hat. Vor allem jedoch dankte sie den ehrenamtlichen rechtlichen Betreuern und Betreuerinnen, deren Zeitgeschenk nicht zu hoch geschätzt werden könne.

Landrat Dieter Harrsen betonte die Bedeutung, die der Betreuungsverein gerade durch die besondere Situation der Insellage habe. Manches brauche mehr Zeit durch die Entfernung zum Festland, und gerade auf Föhr durch die überdurchschnittlich vielen Betreuungen sei der Verein eine wichtige Einrichtung. Harrsen betonte auch die gute Mischung aus Haupt- und Ehrenamt, denn „die Ehrenamtlichen brauchen auch Hauptamtliche, die sie coachen, begleiten und motivieren“. Der Landrat berichtete, dass er selbst eine rechtliche Betreuung übernommen habe und daher die Bedeutung dieses Ehrenamtes und seine Komplexität aus eigener Erfahrung kenne. Er bot dem Verein auch für die Zukunft seine Unterstützung an.

Astrid Damerow berichtete, dass sie sich anlässlich der Einladung noch einmal informiert habe, was ein Betreuungsverein leiste, und zeigte sich beeindruckt. Man könne nicht deutlich genug herausstellen, dass es sich um ein besonderes Aufgabenfeld handele, in dem auch die Hauptamtlichkeit unverzichtbar sei, um das Ehrenamt gut stützen zu können – auch das in der Vorstandsarbeit. Es sei selten, dass – wie hier – bei einem 20. Jubiläum eine solche Konstanz im Vorsitz zu finden sei. Sie dankte daher im Besonderen Elke Schultz für ihr langjähriges Engagement: „Erhalten Sie Ihre positive Grundstimmung und verlieren Sie nicht den Mut“, gab sie dem Verein mit auf den weiteren Weg.

Der Wyker Bürgermeister Paul Raffelhüschen sprach dem Betreuungsverein ebenfalls seinen Dank aus. Er betonte, dass diese Arbeit, insbesondere im Ehrenamt, nicht selbstverständlich sei.

Einen besonderen Dank richtete das Mitarbeiterteam an den amtierenden Vorstand. Andrea Prinz betonte, dass der Vorstand stets an der Seite des Teams stehe.

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