investition für die zukunft : 1,4 Millionen Euro in der Erde versenkt

Bauabnahme: Bürgermeister Paul Raffelhüschen (re.) und Thomas Pielke  (li.)  lassen sich das neue Pumpwerk zeigen.
Bauabnahme: Bürgermeister Paul Raffelhüschen (re.) und Thomas Pielke (li.) lassen sich das neue Pumpwerk zeigen.

Vom Wyker Südstrand zum Klärwerk wurde eine neue Schmutz-Abwasserleitung verlegt und soll Kapazitäten für 30 Jahre haben. Die 2,4 Kilometer lange Rohrstrecke und das neue Pumpwerk wurden nun abgenommen.

shz.de von
19. September 2013, 19:04 Uhr

Während der vergangenen Wochen mussten die Wyker und die Urlauber zeitweise mit Behinderungen leben, die im Zuge der Verlegung der neuen Schmutzwasserleitung vom Südstrand zum Klärwerk nicht zu verhindern waren. Mit der Abnahme der 2,4 Kilometer langen Rohrleitung und des neuen Pumpwerks am Grünstreifen ist diese Maßnahme nun abgeschlossen, die rund 1,4 Millionen Euro kostete.

Wie von Thomas Pielke, Mitarbeiter des Bauamtes, dazu zu erfahren war, war dieses Projekt, das zuvor ausführlich in den öffentlichen Sitzungen des Wyker Bauausschusses beraten wurde, zur Entsorgung des Südstrandes unumgänglich. Dabei gehe es nicht nur um die Entsorgung der Abwässer des geplanten Hotels, sondern vor allem der des geplanten Neubaugebietes am Fehrstieg. Die dadurch zu erwartende Zunahme an Schmutzwasser würde die Kapazität der bisherigen Kanalisation „sprengen“.

Um die Störungen der Wyker und der Gäste möglichst gering zu halten, waren lediglich im Bereich zwischen Grünstreifen und Rebbelstieg auf konventionelle Weise mit Baggereinsatz die Rohre in einer Tiefe von 1,20 Metern verlegt worden. Im Anschluss daran, bis hin ins Gewerbegebiet, wurde das so genannte Horizontal-Bohrverfahren angewandt. Dabei arbeitete sich eine Bohrmaschine mit Hochdruck in mehreren Metern Tiefe unter der Straße durch und „untertunnelte“ bereits vorhandene Leitungen. Die Straße musste bei diesem Verfahren nicht aufgerissen werden, vielmehr gab es nur noch alle 200 Meter Schächte, in denen die Leitungsstränge miteinander verbunden wurden.

„Für die nächsten 30 Jahre“, davon ist Pielke überzeugt, „wird die Schmutzwasserentsorgung am Südstrand keine Probleme mehr bereiten“.

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