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Wechselbad der Gefühle : Zwischen Jubel und Trübsal

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Theodor-Storm-Schule hat ein neues Klettergerüst bekommen, das im Wesentlichen aus eigener Tasche und durch Spendengelder finanziert wurde. Andere Wünsche an die Politik blieben dem Gymnasium aber versagt.

Kaum hatte Direktorin Sibylle Karschin das neue Klettergerüst auf dem Gelände der Theodor-Storm-Schule in Husum frei gegeben, da gab es für die Schülerinnen und Schüler auch schon kein Halten mehr. „Das war sehr notwendig und ist dem Bewegungsdrang unserer jungen Menschen geschuldet“, fasste die Schulleiterin den Ansturm auf die neue Errungenschaft zufrieden zusammen. Immer wieder habe sie beobachtet, wie die Schüler nach dem Unterricht kaum zu bremsen gewesen und auf dem Schulgelände herumgetollt seien. „Einige haben sogar versucht, die Regenrinne hochzuklettern“, sagte sie.

Ein Grund mehr, über die Anschaffung eines Klettergerüstes nachzudenken. Mehrere Firmen aus Husum und Umgebung unterstützten das Vorhaben. Auch ein Zuschuss der Irene Thordsen-Stiftung half. Auf diese Weise kam gut die Hälfte der Gesamtkosten von 15  000 Euro zusammen. Großes Lob gab es auch für den Schulträger, der dafür sorgte, dass das Klettergerüst den nötigen festen Untergrund erhielt. „Die Restsumme kam dann aus dem eigenen Schulsäckl“, so Karschin.

Bei anderen Investitionen lief es für die Schule weniger gut. So befasste sich der Bauausschuss unlängst mit der Frage, ob und wie die Außenanlagen der Schule optimiert werden könnten. Das Gebäudemanagement hat dafür im Haushaltsjahr 2015 eine Summe von 95  500 Euro eingeplant. Aber welche der Maßnahmen ist notwendig, welche pädagogisch wünschenswert und welche behördlich vorgeschrieben? Dazu hatte die Verwaltung eine Prioritätenliste erarbeitet, die jetzt bei einem Lokaltermin vorgestellt und anschließend im Ausschuss erörtert wurde.

Eine der Planungen betrifft die Zuwegungen. Das vorhandene Wegenetz auf dem Schulgrundstück entspricht noch immer dem Zustand vor der Sanierung. Deshalb wünscht sich die Schule eine Anpassung an den Ist-Zustand, was die Einrichtung neuer Fahrradstellplätze und den Ausbau des Innenhofes erforderlich machte. Darüber hinaus soll das neue Wegenetz die Orientierung auf dem weitläufigen Schulgelände erleichtern. Laut Vorlage der Verwaltung ist dafür eine barrierefreie Erschließung und Anbindung der Zugänge zu den Sporthallen an den Parkplatz in der Süderstraße sowie an die Rettungszufahrt und die Fahrradstellflächen angedacht. „Mit der Optimierung der Beleuchtung und einer Neugliederung der Wege soll zudem der Verkehrssicherheit Rechnung getragen werden“, so Christine Friedrichsen vom Gebäudemanagement. Gesamtkosten: 34  000 Euro.

Dieser Investition stimmte das Gremium mehrheitlich zu, zwei weitere Wünsche der Schule blieben dagegen unerfüllt: zum einen die barrierefreie Anbindung und Erschließung von der Ludwig-Nissen-Straße über die Fahrradabstellflächen zu den Sporthallen, dem Musiktrakt und den Pavillonklassen, die 38  000 Euro kosten würde. Zum anderen würde Sibylle Karschin gern die Müllentsorgung der Mensa neu organisieren. Dazu sollten Müllcontainer, die derzeit an verschiedenen Standorten aufgestellt sind, an einem zentralen Ort zusammengefasst werden. Darüber hinaus müsste für diesen neuen Containerplatz eine Zuwegung geschaffen werden. Kostenpunkt hierfür: 23  500 Euro. Beide Maßnahmen wurden vom Ausschuss mehrheitlich für nicht sinnreich befunden und abgelehnt.

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