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Musikalische Langenhorner : Zwischen Bach und Blues

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Wer in Langenhorn Kliem sagt, meint Musik – denn beides ist untrennbar verbunden. Am 20. Dezember gibt "Kliema" – um Ulrich und Hauke Kliem – ein Konzert in der Laurentiuskirche.

Die Familie Kliem ist den Langenhornern bestens bekannt. Hauke Kliem wurde in Husum geboren, wuchs aber in Langenhorn auf. Sein Vater Ulrich Kliem hat den heimischen Posaunenchor 38 Jahre lang geleitet, spielte mit Fiede Kay und Knut Kiesewetter, und tritt auch – inzwischen als Ruheständler – noch als Solo-Trompeter auf. Dann ist da noch Haukes jüngerer Bruder Tim, der ebenfalls unter anderem Trompete spielt.

Am vierten Advent, Sonntag, 20. Dezember, ab 19.30 Uhr, gibt es ein interessantes Konzert der Gruppe Kliema unter dem Titel der gleichnamigen CD „Dezemberlichter“, hinter der sich Hauke und Ulrich Kliem verbergen sowie die Hamburger Bassistin und Komponistin Maria Rothfuchs, zu hören. Tim Kliem wird Gast der Formation in der St. Laurentius-Kirche sein. Veranstalterin ist die Ideenschmiede „Pro Langenhorn“.

Auf die Frage angesprochen, wie Hauke Kliem zum Musiker wurde, muss der 43-Jährige nicht lange überlegen. Denn eigentlich konnten die Söhne gar nicht anders. „Bei uns im Haus gab es immer eine reiche Auswahl an Instrumenten, von der Mundharmonika bis zur Hammond-Orgel. Wir durften alles ausprobieren und das haben wir getan.“ Außerdem übte Vater Ulrich seine Konzerte oder es liefen Tonträger der Stilrichtungen Barock bis Blues. Vater Kliem ist ein begeisterter Barockfan und der Komponisten dieser Zeit, wie Bach, Händel, Telemann, um nur einige zu nennen.

Gerade die Weihnachtszeit war geprägt von Musik, den Konzerten in der Kirche, bei denen die Kliems aktiv zum musikalischen Teil beitrugen. Unvergessen sind die Einsätze der Piccolo-Trompete von der Orgelempore, die bei den Zuhörern für besonders erinnerungswürdige Hörgenüsse sorgten.

Hauke Kliem fand letztlich zur Gitarre, sein Bruder Tim zur Trompete. Eine Frage der Persönlichkeit, wie er selbst sagt. Beide spielen jedoch mehrere Instrumente. In Flensburg betreibt Tim beruflich eine Schlagzeugschule, Hauke hat es Anfang 2001 nach Hamburg verschlagen. Die Hansestadt entdeckte er während seiner Zivildienstzeit für sich. Nicht zuletzt durch die große Vielfalt der Musikszene dort. Obwohl er in Kiel auf Lehramt für Realschule im Bereich „Musik“ studierte, fasste er den Entschluss, sich als Komponist für Filmmusik und TV-Spots in der Elbmetropole selbstständig zu machen. An seiner beruflichen Seite steht Partnerin Milla Kay, mit der er auch künstlerisch freie Projekte gestaltet und so von sich hören lässt.

Vater Ulrich prägte seinen musikalischen Werdegang ganz ohne Zweifel, so der Sohn. Aber inzwischen sagt der Senior vom Nachwuchs, dass auch er von der Zusammenarbeit profitiere, von den neuen Ideen begeistert ist und gerne „Kliema“ als Mitglied angehört.

Mit „Dezemberlichter“ geht Hauke Kliem an seine musikalischen Wurzeln zurück und überrascht mit einem Liedgut, das jedes Jahr zu dieser Zeit in den Kirchen und Wohnzimmern erklingt. Schon als Jugendlicher kam er im Posaunenchor schließlich regelmäßig mit den traditionellen Adventsliedern in Berührung. Bis heute, so sagt er, beeindrucken ihn die Tiefe und Schönheit dieser ursprünglichen Musik, auch wenn er in jungen Jahren mit einer Band Musik der 60er mit viel Spaß gespielt hat.

„Maria durch ein Dornwald ging“, „Es kommt ein Schiff geladen“, „O Tannenbaum“ oder „Leise rieselt der Schnee“ sind nur einige der bekannten Lieder, die von Kliema in einem gemeinsamen Choral-Crossover mit Tradition und Moderne kombiniert werden. Experimentierfreudig wird aus den bekannten Stücken Neues, ohne den Reiz des Alten zu vernachlässigen. Mit viel Hingabe und feinem Gespür für die traditionellen Motive öffnen die erfahrenen Musiker für ihre Zuhörer einen stimmungsvollen Raum zum Innehalten, zum Genießen und die adventliche Atmosphäre aufzunehmen.

Im Anschluss an das Konzert soll man sich ganz bewusst noch mit den Musikern bei einem Getränk unterhalten können. Die Karten für das Langenhorner Konzert erhält man im Vorverkauf bei der Nord-Ostsee-Sparkasse in Langenhorn, im Salon Echt Haarig, Kapellenweg 1, in Mönkebüll, im Restaurant Westermöhl, Holmweg 93, bei der Tourist-Info, Markt 29, in Bredstedt oder direkt an der Abendkasse. Die CD gibt es nach dem Konzert vor Ort zu kaufen oder online unter www.kliema.de.

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