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Gelbe Pracht im Garten : Zweite Blütenpracht in einem Jahr

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eine Engelstrompete in Schwesing hat schon wieder 300 gelbe Kelche, zum zweiten Mal in diesem Jahr. Die Pflanze steht bei Manfred Pauly im Garten und hat sogar schon einen Preis bei einem Wettbewerb gewonnen.

Ein Blütenmeer, umschwärmt von unzähligen Insekten, denn zu dieser Jahreszeit gibt es nur noch wenige Nektarquellen. Mehr als 300 Blüten hat der Schwesinger Manfred Pauly an seiner Engelstrompete (Brugmansia) gezählt. Das Besondere, die Pflanze trägt bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr diese Pracht. Das kommt bei gutem Wetter häufiger vor. Die zweite Blüte ist für den norddeutschen Raum nicht ungewöhnlich, in unseren Breiten können die bis zu 30 Zentimeter langen Blütenkelche bis in den November hinein leuchten.

Seit zehn Jahren besitzt der Hobbygärtner diese Pflanze, die er aus einem Steckling selbst hochgezogen hat. Alljährlich hat er bisher sein gelbe Wunder erlebt. Dahinter steckt allerdings viel Arbeit, wie Manfred Pauly verrät. Nur mit viel Dünger erreicht er sein Ziel. Im Herbst allerdings wird die Engelstrompete bis auf einen Meter runtergeschnitten. Im Frühjahr geht es dann mit der Arbeit richtig los, die Pflanze will umhegt und umsorgt werden. Vor mehreren Jahren gewann der Schwesinger im Sergantenweg 14 mit seiner Engelstrompete sogar einen ersten Preis bei der Ausschreibung eines Gartengeräteherstellers.

Wer das Schmuckstück im Garten von Manfred Pauly begutachten will, der ist an diesem Wochenende eingeladen. Pauly: „Die Leute können ruhig kommen, ich bin den ganzen Tag da, auch während die Fußball-Bundesliga läuft.“

Engelstrompeten stammen aus den Anden Südamerikas, wo sie vor allem neben Straßen oder an Stätten ehemaliger Zivilisation zu finden sind. Dabei kommen sie sowohl in Meeresnähe als auch in Höhen bis zu 3000 Metern vor.

Die Pflanze ist giftig. Die Giftzentrale sagte dazu: Schon kleinste Mengen können nach Literaturangaben zu Symptomen führen. Mögliche Symptome sind: Erbrechen und Durchfall, heiße Haut, Gesichtsröte, trockene Schleimhaut, Schluckbeschwerden, Heiserkeit, Pupillenerweiterung, Sehstörungen, Herzbeschwerden, Erregung aber auch Sedierung und Halluzinationen. Die Zentrale sagt zur ersten Hilfe: Sofort die nächste Klinik aufsuchen. Alle Teile der Pflanze enthalten Tropanalkoide. Hauptalkaloide: Scopolamin (bis zu 80 Prozent ), Hyoscamin, Atropin. Diese Stoffe wirken zentralerregend oder zentralsedierend und beeinflussen peripher Kreislauf und Vegetativum. Die Giftigkeit der Pflanze stört den Schwesinger aber nicht, auch wenn er die Pflanze berührt, dennoch ist er bei der Arbeit mit ihr vorsichtig.

 

 

 

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erstellt am 28.Sep.2014 | 13:00 Uhr

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