Kreuz Tönning : Zwei Verletzte bei Unfall auf der B5

Eine Frau und ihre Enkelin wurden beim Unfall verletzt.

Eine Frau und ihre Enkelin wurden beim Unfall verletzt.

Eine 84-Jährige Autofahrerin kommt von der B5 ab und prallt mit ihrem Mercedes gegen zwei Bäume.

shz.de von
09. September 2018, 08:52 Uhr

Tönning | Bei einem Verkehrsunfall am Sonnabend um 14.10 Uhr auf der B5 sind eine 84-Jährige Autofahrerin aus Dithmarschen und ihre Enkelin (14) verletzt worden. Sie waren auf dem Weg von Husum in Richtung Heide. Im Bereich des Kreuzes Tönning geriet die Fahrerin aus noch nicht geklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab.

Der silberne Mercedes Benz der B-Klasse schoss gut 50 Meter weit auf der abschüssigen Bankette entlang und geriet auf den darunterliegenden Radweg. Dort prallte der Pkw zunächst mit der linken Fahrzeugseite gegen einen ersten Baum. Nach weiteren 20 Metern kollidierte das schwere Fahrzeug dann frontal mit einem weiteren dicken Baum und schleuderte – mit dem Heck voran – in einen Graben.

Ersthelfer auf der zu diesem Zeitpunkt stark frequentierten Verkehrsader stoppten aus beiden Richtungen und eilten zu Hilfe. Einer der Ersthelfer war Martin Weiß. „Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, sofort anzuhalten und zu helfen“, sagte der Hamburger. „In meinem Beruf in der Schwerlastbranche werden wir ständig in Erster Hilfe ausgebildet.“

Der erste Rettungswagen (RTW) des Landkreises erreichte die Unfallstelle aus der knapp einen Kilometer entfernten Wache um 14.13 Uhr, eine Minute später folgte das Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF). Da sowohl Fahrerin als auch Beifahrerin schwer verletzt waren, traf zwei Minuten später ein weiterer Rettungswagen ein.

Während sich das erste Rettungsteam um die Schülerin kümmerte, die über die unbeschädigte Beifahrerseite aus dem Fahrzeug gerettet wurde, konnte die eingeklemmte Fahrerin nicht aus dem Fahrzeug befreit werden. Zur weiteren Hilfe wurde eine Feuerwehr mit Rettungsschere und Spreizer benötigt. Die nahegelegene und örtlich zuständige Tönninger Wehr wurde jedoch nicht alarmiert. Zwischenzeitlich versuchten mehrere hilfsbereite jüngere Männer, einen Zugang über die Fahrertür zu bekommen – und bildeten in einer dramatischen Aktion eine „Zug-Kette“. Doch selbst mit dieser kraftvollen Aktion, bei der sich mehrere Männer hintereinander an den Armen packten, ließ sich kein ausreichender Zugang schaffen.

Um 14.25 Uhr löste die Rettungsleitstelle Sirenenalarm aus – jedoch nicht in Tönning, sondern im sieben Kilometer entfernten Oldenswort. Wehrführer Stefan Kaltenbach erreichte der Alarm in Uelvesbüll auf der Feier anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr. Rasch eilte er zur Oldensworter Wache und zog sich eilig die Einsatzkleidung über seine Ausgeh-Uniform. Um 14.32 trafen zwei Oldensworter Fahrzeuge mit achtköpfiger Besatzung am Unfallort ein. Auf den lauten Zuruf „Eilig!“ waren bereits drei Minuten später zunächst der schwere Spreizer und die Rettungsschere im Einsatz. Kurz darauf traf aus dem 21 Kilometer entfernten Heide das angeforderte zweite Notarzteinsatzfahrzeug mit Rettungsarzt ein.

Vier Minuten später hatte die Feuerwehr Oldenswort nach Herausschneiden der Tür einen Zugang zur schwer verletzten Fahrerin geschaffen. Sie wurde zuvor bereits durchgehend ärztlich versorgt und konnte um 14.46 Uhr aus dem Fahrzeug befreit werden.

Nach weiterer Behandlung vor Ort wurde sie ebenso wie ihre Enkelin unter Notarztbegleitung in das Westküstenklinikum Heide gebracht. Die B5 wurde nach anderthalb Stunden Vollsperrung um 15.40 Uhr wieder freigegeben. Ein Bergungsfahrzeug hatte das total beschädigte Fahrzeug zuvor per Kran aus dem Graben geborgen.

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